Wohnen und leben

V-Ausfräsung

Eine Ausfräsung in V-Form in Gipskartonplatten, durch die die Platte um 90° abgeknickt werden kann, ohne, dass beide Kartonummantelungen durchtrennt werden müssen. Da diese Vorgehensweise in der Praxis sehr zeit- und arbeitsaufwendig ist, trennt man für gewöhnlich die Platte, stößt sie über Eck stumpf und arbeitet ein Kantenschutzprofil ein.


V-Schalung

Eine V-Schalung ist eine Holzverschalung mit V-förmiger Verlegungsweise der Bretter oder Paneelen. Sollte bei einer Fassadenbekleidung nur durchgeführt werden, wenn das Holz konstruktiv geschützt ist, beispielsweise durch ein überkragendes Dach. Am häufigsten werden V-Schalungen bei hölzernen Garagentoren eingesetzt.


Vakuum-Ölimprägnierung

Man bringt unter Vakkuum ein ölhaltiges Imprägniermittel ins Holz – vor allem Fichte ein, um es vor Schädlingsbefall zu schützen. Das so behandelte Holz kann auch innen benutzt werden. Wenn man es außen benutzt, sollte es nicht direkt an das Erdreich angrenzen.


Vakuumkanalisation

Das Abwasser kann nicht nur wie traditionell im Freigefällekanal gesammelt werden, sondern auch mit Hilfe der Vakuumkanalisation. Pumpen saugen in einer zentralen Vakkuumstation das Abwasser aus den Rohren. Der Vorteil gegenüber dem Freigefällekanal besteht darin, dass sich Anstiege realisieren lassen und Hindernisse über- oder untergangen werden können. Die Rohre bestehen aus Kunststoff und lassen sich zusammen mit dem Trinkwasserrohr im gleichen Rohrgraben verlegen. Äußerst geeignet ist die Vakuumkanalisation auch für Wasserschutzgebiete, da ein Austreten des Abwassers unmöglich ist. Auch Ablagerungen, Anfaulen und Geruchsbelästigung können so vermieden werden. Man verwendet die Vakuumkanalisation zur Entwässerung von Campingplätzen, Feriensiedlungen oder dünn besiedelter Gebiete.


Vakuumtoilette

Die Vakuumtoilette wird schon seit langen in Flugzeugen benutzt und seit neuestem auch in der beim Hochbau verwendeten Sanitärtechnik. Durch das Absaugen der Ausscheidungen muss lediglich ein Liter Wasser verwendet werden. Mit Hilfe von Vakuumpumpen baut man in einem kompletten Vakuumsystem Unterdruck auf. Das eingesaugte Wasser sammelt man erst einmal in einem Vakuumtank. Dann befördert die an den Tank angeschlossene Abwasserpumpe das ganze Abwasser in das örtliche Abwassernetz.


Varioschleifer

Ein Varioschleifer ist eine Schleifmaschine, die klein und einfach in der Handhabung ist. Es läuft ein Schleifband mit einer Breite von 40 mm über eine äußerst kleine Umlenkrolle, wodurch auch an Stellen, die sonst langwierig manuell bearbeitet werden mussten, ein hoher Abtrag möglich ist. Zu diesen Stellen zählen Ecken, Kanten, kleine, verwinkelte Flächen sowie enge Nischen.


Variostein

Begriff, der sich nicht eindeutig definieren lässt, aber wohl einer der diversen Namen für einen Pflanzenstein ist. Wenn Variostein im Sinnes eines aus Beton bestehendes Pflanzensteins gebraucht wird, hat er eine Form, die einer 8 ähnelt.


VD-Bausystem

Die Abkürzung VD bedeutet „vollflächige Dünnbettmörtelfuge“, eine neuartige Technik, mit der Planziegel gemauert werden. Dabei walzt man den herkömmlichen Dünnbettmörtel mit einer extra für diesen Zweck entwickelten sowie patentierten VD-Walze auf die Lagerfugen der Mauer auf, sodass sich eine vollflächige deckende Mörtelfuge bildet. Es lassen sich also bei den Ziegeln sämtliche Wärmekammern vollständig abdecken und der Mörtel rinnt nicht in die Löcher der Ziegel und liegt ähnlich einem Mörtel-Band auf der Lagefuge. So kann vertikale Luftzirkulation zwischen den Ziegeln der Lagen vermieden werden, was für eine bessere Wärmedämmung, erhöhten Schallschutz und eine bauphysikalische Verbesserung des Mauerwerks insgesamt sorgt. Das VD-System kann einfach und geschwind angewendet werden, um optimale Wände mit einer ausgeprägten Verarbeitungssicherheit herzustellen. Auch unter Bauexperten und Architekten ist diese Verarbeitungstechnik sehr beliebt.


VDE-Zeichen

Man findet das VDE-Zeichen auf geprüften Produkten aus dem Bereich der Elektrotechnik. Es dient der Bestätigung ihrer elektronischen Sicherheit. Das Zeichen ist unter anderem auf Bauelementen der Elektronik, Elektrowerkzeugen, Haushaltsgeräten, Leuchten, Geräten der Unterhaltungselektronik, medizintechnischen Geräten, Geräten der Informations- sowie Kommunikationstechnik, Kabeln und Leitungen. Eine Prüfpflicht besteht in Deutschland nicht. Es existieren noch immer Elektrogeräte, die kein Prüfzeichen haben oder der Verbraucher wird getäuscht, indem nur ein Kabel oder Stecker gekennzeichnet ist. So denkt er, dass das gesamte Gerät überprüft wurde. Darum macht der VDE nachdrücklich darauf aufmerksam, dass nur jene Produkte geprüft wurden, deren Typenschild das VDE-Zeichen enthält.


Velours

Ein aus Streichgarn bestehendes Gewebe mit einer samtigen Oberfläche, die durch Rauen entstehen ist. Es gibt zum Beispiel Velours-Teppichböden. Diese sind in der Regel kurzgeschniten, äußerst dicht und verfügen über offene Noppen. Sie haben eine glatte, samtweiche Oberfläche und sind aufgrund ihrer edel wirkenden Qualitäts-Optik perfekt für das Wohnzimmer.


Velours-Tapete

Bei einer Velours-Tapete beflockt man das Trägerpapier so mit feinen Papierfasern, dass sich eine Vielzahl an Mustern bildet, vorrangig Blumen- und Rankenmotive. Die Tapetenoberfläche fühlt sich samtweich an.


Ventil

Ein Ventil ist eine Armatur, mit der man einen Flüssigkeits- oder auch Gasdurchfluss absperrt und drosselt.


Ventilator

Sowohl im privaten Wohnbereich als auch im Gewerbebereich werden Ventilatoren zur Belüftung von Räumen oder Entlüftung von Bädern eingesetzt. Sie sollten immer deckenhoch angebaut sein, denn die erwärmte und verbrauchte Luft sammelt sich an der Decke. Ein Ventilator ist normalerweise mit einem Motorschutzschalter versehen und mit einer elektronischen oder mechanischen Steuerung. Wenn der Ventilator von guter Qualität ist, hört man das Drehen der Flügelräder kaum. Auch im Baubereich sind Ventilatoren in eine Vielzahl von Geräten integriert, unter anderem in Rauchabzugsanlagen und Entfeuchter.


Veranda

Wenn eine Terrasse überdacht ist, nennt sie sich Veranda.


Verankerungsgrund

Den Baustoff, in den die Verankerung erfolgen soll, nennt man Verankerungsgrund. Dabei unterscheidet man zwischen den drei Hauptgruppen: Beton, Plattenbauelementen und Mauerwerksstoffen. Entscheidende Größen für die Höhe der Last, deren Einleitung möglich ist, sind der Aufbau des Verankerungsgrunds sowie die Druckfestigkeit.


Verankerungstiefe

Die tragende Einbautiefe in einem Verankerungsgrund nennt man Verankerungstiefe. Im Falle von Dübeln aus Kunststoff oder Stahl richtet sich die Verankerungstiefe nach der Entfernung zwischen der Oberkante des tragenden Bauteils zur Unterkante des Spreizteils. Sie ist ein bedeutender Parameter, der Einfluss auf die Tragfähigkeit der Dübel hat.


Verarbeitbarkeit

Die Eigenschaften von Frischbeton in Bezug auf Zusammenhalt, Verdichtbarkeit und Beweglichkeit heißen in der Fachsprache Verarbeitbarkeit.


Verarbeiten

Die Verarbeitung von Frischbeton schließt mit ein, dass man diesen einbringt, verdichtet und eine Bearbeitung der ungeschalten Oberfläche vornimmt. Es ist wichtig, dass das Verarbeiten vollbracht ist, bevor dem Beton die nötige Konsistenz abhanden kommt er erstarrt.


Verarbeitungszeit

Name der Zeitspanne, in welcher ein Nassklebestoff, beispielsweise ein Dispersionskleber die Gegenfläche genügend benetzt somit eine Verklebung möglich macht, wenn er einseitig aufgetragen wird.


Verbanddeckung

Wenn man von Verbanddeckung spricht, meint man die Deckung der Dachwerkstoffe wie Dachsteine, -ziegel oder Schiefer in einer seitlich versetzten Verlegeweise. Dabei laufen die vertikalen Linien der Dachwerkstoffe nicht durch, vielmehr sind sie um einen halben oder einen Viertelverband versetzt.


Verbau

Holzpfosten, der aus H-förmigen Stahlträgern, Brettern und Schrägstützen besteht und mit dem man eine Schutzwand gegen das Erdreich erbaut, das in die Baugrube nachrutscht. Ein Verbau ist in der Regel nur im Falle sehr tiefer Baugruben erforderlich. Es gibt den Berliner Verbau, die Bohrpfahlwand und die Spundwand.


Verbesserter Feuchtigkeitsschutz

Ein verbesserter Feuchtigkeitsschutz dient der Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit, temporär vorhandenes, leichtes Stauwasser und Sickerwasser. Es empfiehlt sich bei Böden, die bedingt sind, das bedeutet wasserdurchlässig oder -undurchlässig und auch bei Hangbauten.


Verbindungsart

Dies ist die Unterscheidung von lösbaren Befestigungen, also solchen aus Dübeln oder Gewindebolzen, und nicht lösbaren Befestigungen, die durch Nageln oder Kleben erzeugt werden.


Verbindungsbeschläge

Typ von Beschlägen, den man häufig im Möbelbau für Eckverbindungen benutzt, die wieder lösbar sind. Auch wenn sie mehrere Male gelöst wurden, behalten sie noch ihre Verbindungsfestigkeit.


Verbindungsschrauben

Mit Hilfe von Verbindungsschrauben hält man zwei Möbelteile, die aneinander gestellt wurden, zusammen. Sie setzen sich auch einem Gewindeteil und einem Schraubenteil zusammen und eignen sich, wenn eine Verbindung mehrere Male gelöst werden muss. Dabei ist der Schraubenkopf weiterhin zu erkennen. Eine einfache Verbindungsschraube besteht lediglich aus einer Schraube, auf welche man eine kleine Kunststoffkappe in passender Farbe aufstecken kann. Diese ist weniger gut dafür geeignet, mehrmals gelöst zu werden.