Wohnen und leben

Ilomba

Ilomba kommt in West- und Zentralafrika vor. Der Splint dieses Holzes ist gelblich weiß bis hellrosa ohne Verkernung. Das Holz ist von mäßiger Leichte und hat verglichen mit Limba geringfügig niedrigere Festigkeitseigenschaften, und verglichen mit Okoume etwas höhere. Wenn es trocken ist, kann das Holz leicht gehobelt, gefräst, gebohrt und geschliffen werden. Da das Holz bei Feuchtigkeit zu Pilzbefall neigt, findet es ausschließlich im Innenbereich Verwendung, und zwar hauptsächlich für Leisten, Blindkonstruktionen und Bekleidungen. Außerdem fertigt man als Starkfurnier aus Ilomba-Holz leichte Verpackungen und Zigarrenkisten.


Iltisaxt

Eine Iltisaxt ist eine spezielle Axt, mit der Bäume entastet werden. Da diese Axt eine leichte und schmale Schneide hat, lässt sie sich nicht als Spaltaxt verwenden.


Imitationstechnik

Bezeichnet ein Verfahren aus dem Bereich des Malerhandwerks, mit dem beispielsweise Holz- oder Marmorverkleidungen durch Bemalung vorgetäuscht werden. Ein Maler muss eine Zusatzausbildung absolvieren, um diese Technik zu beherrschen und natürlich künstlerisch wie auch handwerklich äußerst geschickt sein. Die Imitationstechnik findet auch heute noch im Baubereich Anwendung, besonders wenn alte Schlösser oder Kirchen restauriert werden. Wenn Marmor imitiert wird, bezeichnet man dies als Marmorieren. Wird Holz imitiert, spricht man vom „Maserieren“.


Immissionsquellen

Zu den Immissionsquellen zählen die Bewohner selbst aufgrund von Gerüchen, Kohlendioxyd und Wasserdampf, desweiteren Tabakrauch, Abgase aus Feuerstätten wie Öfen, Kaminen oder Gasherden; Wasch- und Kochtätigkeiten, Haushaltsprodukte wie Putz- und Pflegeprodukte, Kosmetika; Hobbyprodukte; Staubentwicklung inklusive aus textilem Material stammende Mikroorganismen; Tiere und Pflanzen; Einrichtungsgegenstände wie Teppiche, Gardinen und Möbel); Holzschutzmittel, Baumaterial, Anstrichmittel sowie Kleber und Lacke. Es ist nahezu unvermeidlich, einer geringfügigen Belastung von Immissionsquellen ausgesetzt zu sein. Wenn man regelmäßig lüftet, lassen sich diese auf ein unbedenkliches Maß senken.


Immobilie

Als Immobilie bezeichnen Makler ein bebautes Grundstück. Oder: Immobilie ist ein gängiger Begriff für unbewegliche Dinge, zu denen Liegenschaften und Grundstücke zählen.


Immobilienfinanzierung

Eine Immobilienfinanzierung ist eine grundsätzlich langfristige Finanzierung von Immobilien mit Hilfe eines oder einer Mehrzahl an Finanzierungsbausteinen. In der Regel handelt es sich dabei um von Finanzierungsinstituten verfügbar gemachten Bauspardarlehen, Versicherungs- oder Bankdarlehen. Damit eine solide Finanzierung garantiert werden kann, sollte der Bauherr oder Käufer mindestens 30 % Eigenkapital des Gesamtkapitals, das für den Kauf benötigt wird, besitzen.


Immobilienmakler

Ein Immobilienmakler wird von Dritten mit der Vermittlung von Immobilien und Baugrundstücken beauftragt. Er ist zum Erhalt einer Courtage berechtigt, abhängig von der getroffenen Vereinbarung möglicherweise sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer. In der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) sind die Rechte und Pflichten geregelt, die zwischen dem Makler oder Bauträger auf der einen Seite bestehen und dem Immobilienverkäufer oder Bauherrn auf der anderen Seite.


Imprägnieranlage

Ein Sammelbegriff, der alle technischen Einrichtungen bezeichnet, die zur Schutzbehandlung von Holz dienen. Zu den bedeutendsten stationären Imprägnier- oder Tränkanlagen zählen solche für die Trogtränkung, das Saftverdrängungsverfahren und die Kesseldrucktränkung.


Imprägnierte Gipskartonplatten

Eine Gipskartonplatte mit Spezialbehandlung, die in Feuchträumen eingesetzt wird und den Gipskern besser vor eindringender Feuchtigkeit schützt.


Imprägnierungsanstriche

Mit Imprägnierung werden Anstriche bezeichnet, welche für Witterungsbeständigkeit sorgen sollen, indem sie in ein Material eindringen. Für sichtbaren Stein und Beton verwendet man Silikon- und Wasserglasanstriche und auch die sogenannte Verkieselung (Hydrophobierung mit einer silikathaltigen Lösung). Holz erhält seine Imprägnierung durch Lasuren, Salze oder Öle.


Inbus

Inbus ist der Eigenname einer Firma, die Innensechskantwerkzeuge produziert. Man spricht bei Werkzeugen und Schrauben von Inbus. Ein Werkzeug heißt Außeninbus und eine Schraube Inneninbus. Inbusschlüssel sind in unterschiedlich genormten Millimeter-Abmessungen erhältlich.


Inbusschlüssel

Unter einem Inbusschlüssel versteht man ein Innensechskantwerkzeug, mit dem man Innensechskantschrauben lösen oder anziehen kann. Eine Innensechskantschraube ist eine herkömmliche Schraube, die einen zylindrischen oder Senkkopf mit einem sechseckigen Loch hat. Zur Arbeit mit Innensechskantschrauben ist ein spezieller Schlüssel vonnöten, der in verschiedenen Größen erhältlich ist.


Indach-Montage

Den Einbau von Bauteilen ins Dach nennt der Dachdecker oder Bauexperte Indach-Montage. Wenn es Dachwohnfenster gibt, wird demnach stets eine Indach-Montage durchgeführt. Man benutzt diesen Begriff vorrangig zur Unterscheidung der diversen Montagearten von Solarkollektoren, da diese entweder in das Dach eingefügt oder aufs Dach montiert werden können. Natürlich ist es besser, die Kollektoren in das Dach zu integrieren.


Indexmiete

Im Falle einer Indexmiete setzt der Mietvertrag fest, dass sich die Miete automatisch erhöht und zwar angepasst an den Preisindex – die Durchschnittserhöhung – der Lebenshaltungskosten.


Industrieabwasser

Industrieabwässer sind sämtliche bei industriellen Verarbeitungs- und Produktionsprozessen anfallende Abwässer. Einen großen Anteil bildet auch das Kühlwasser von Kühltürmen, das zumeist ohne vorherige Behandlung in die Flüsse abgeleitet wird. In vielen Fällen ist es aber nötig, das Abwasser in einer Reinigungsanlage vorzureinigen und es erst danach der städtischen Kanalisation zuzuführen.


Industriebau

Der Industriebau ist ein Teilgebiet des Hochbaus und befasst sich mit dem Bau von Gebäuden für Industrie- und Wirtschaftsunternehmen. Dazu gehören für die Produktionsvorgänge erforderliche Zweckbauten, wie Hallenbauten, Geschossbauten oder Flachbauten sowie auch Forschungslabors, Gebäude für soziale Einrichtungen und Verwaltungsgebäude.


Industriebrache

Bezeichnet ein bebautes Gelände, auf dem nicht mehr genutzte Fabrik- und/oder Gewerbeanlagen stehen, die meistens verfallen und nicht ordentlich vor dem Zutritt Unbefugter geschützt sind. Es wird geschätzt, dass auf den in Deutschland existierenden Industriebrachen mehr als 1 Millionen Einfamilienhäuser errichtet werden könnten. Dabei wäre es weder technisch schwierig, derartige Anlagen abzubrechen, noch würde es Probleme beim Zerkleinern und Wiederverwerten der Gestein- und Betonmassen geben. Ebenso könnten die schadstoffbelasteten Böden ausgetauscht oder aufgearbeitet werden.


Industrielles Schmutzwasser

Aus Industriebetrieben, beispielsweise einer Chemiefabrik oder Brauerei, stammendes Schmutzwasser.


Inert

Stoffe, die sich nicht oder nur in geringem Maße an chemischen Prozessen beteiligen, werden als inert bezeichnet.


Inertstoffdeponie

Eine Lagerstätte, auf der man feste Bauabfälle (Beton, Glas, Mauerstücke, Straßenaufbruch, Ziegel usw.) findet.


Infrarot-Wärmekabine

Ende der 90er Jahre wurde die Infrarot-Wärmekabine erfinden. Sie braucht mit rund 110 x 110 cm nur wenig Platz, gibt aber über Infrarot-Strahlung Tiefenwärme ab, die größtenteils der Sonnenstrahlung entspricht. Der Vorteil ist, dass keine schädlichen UV-Strahlen abgegeben werden. Es ist lediglich ein gewöhnlicher 230-Volt-Stromanschluss vonnöten, um die Wärmekabine zu betreiben. Folien oder Keramikplatten geben die Infrarotstrahlen ab. Die Installation der Platten erfolgt an unterschiedlichen Stellen der Kabine und die Folien baut man hinter der Innenwand der Kabine ein. Als Hölzer werden vorrangig Abachi, Red Zeder und Polarfichte verwendet. Die Temperatur beträgt zwischen 45 und 60°, wodurch der Körper geschont wird. Infrarotstrahlen werden zur Linderung unterschiedlichster Beschwerden eingesetzt.


Infrarotlicht

Langwellige Lichtstrahlen, die das menschliche Auge nicht sehen kann. Infrarotlicht wird von Wärmequellen abgestrahlt.


Infrarotsortierung

Bei diesem modernen Sortierverfahren bestrahlt man Kunststoffverpackungen auf dem Sortierband mit Infrarotlicht. Sensoren nehmen die unterschiedliche Reflexion des Lichts bei verschiedenen Kunststoffen auf und machen eine sortenreine Trennung möglich.


Infrarotstrahlen

Infrarotstrahlen sind für viele technische Anwendungen unverzichtbar, beispielsweise für die Thermografie oder beiBewegungsmeldern. Infrarotstrahlen gehören dem Spektrum der elektromagnetischen Wellen an. Menschen empfinden diese Strahlung als Wärme, physikalisch betrachtet ist sie eine Infrarotstrahlung. Jeder Körper, sei es ein Lebewesen, ein Bauwerk oder Bauteil hat eine Temperatur, die gemessen werden kann. Wenn es Temperaturunterschiede zwischen Körper und Umgebung gibt, sollten diese ausgeglichen werden. In der modernen Elektronik können Infrarotstrahlen empfangen werden. Unter anderem können so Kältebrücken ausfindig gemacht werden.


Infraschall

Schallwellen mit so niedriger Frequenz, dass das menschliche Ohr sie nicht mehr hören kann.


Infrastruktur

Sämtliche Anlagen und Einrichtungen, die von Nutzern in Anspruch genommen werden können, ohne sie selbst errichten und/oder unterhalten zu müssen, unter anderem Kindergärten, Krankenhäuser, Schulen, Straßen u.v.m.


Ingenieur-Holzbau

Der Unterschied zwischen dem Ingenieur-Holzbau und dem Holzbau besteht darin, dass die Materialien und vor allem die tragenden Elemente, die zum Bau verwendet werden, aus Holz bestehen, auch aus Leimholzbindern. Im Holzingenieurbau errichtet man Gebäude von riesiger Höhe, vorrangig in Skandinavien. Dort findet man sogar Brücken, Konzertsäle, und Flughäfen mit tragenden sowie gestaltenden Holz-Elementen.


Ingenieurbau

Ein weit gefasster aus dem Bauwesen stammender Baugriff, der oft Bestandteil von Firmennamen ist. Zum Ingenieurbau zählen unter anderem Sporthallen, Brücken, U-Bahnen, Flughäfen, Hochhäuser, Staudämme, Bürohäuser, Industriehallen, Gewerbehallen und weitere Sonderbauten sowie auch große Mietshäuser. Auch Bauingenieure erlernen in ihrem Studium den konstruktiven Ingenieurbau. Schwerpunkt sind dabei statische Kalkulationen.


Ingenieurbauschraube

Eine vor allem im Ingenieurbauholzbau benutzte Schraube, mit der Blockbohlen, Binder oder Balken miteinander verbunden werden. Sie ist bis zu 440 mm lang und hat einen Durchmesser von maximal 10 mm. Ihre Abscherwerte sind hoch, und ist Schaft verfügt über ein Teilgewinde, manchmal auch über ein rechtsdrehendes Reibgewinde.


Ingenieurholz

Im Ingenieurbau benutztes Holz. Oberbegriff für verschiedene Hölzer, darunter Leimbinder, die man für besondere Konstruktionsanforderungen anfertigt.


Ingenieurleistungen

Die Tragwerksplanung, also Statik, bei einem Bauvorhaben wird Ingenieurleistung genannt. Außerdem zählen dazu technische planerische Leistungen für Lüftung, Gas, Wasser, Wärme- und Schallschutz und auch die Vermessung. Es wird nicht gemäß der Verdingungsordnung für Bauleistungen, kurz der VOB, gehaftet.


Ingrain Papier

Bezeichnung, der aus dem Herstellungsprozess von Rauhfasertapeten stammt. Man bettet dabei die Holzspäne, auf Englisch „grains“ zwischen 2 Papierlagen ein.


Inhalativ

Wenn man etwas über den Atemweg aufnimmt, heißt dieser Vorgang inhalativ


Injektion

Spezielles Verfahren der Bodenverfestigung, beispielsweise ,wenn der Baugrund eines angrenzenden Grundstücks durch die Baugrube gefährdet wird, oder auch zum Erstellen einer wasserundurchlässigen Schicht im Erdreich, um eine Baugrube im Grundwasser abzudichten. Für letztes benutzt man Beton oder Chemikalien. Man kann eine Injektion auch bei Staumauern, Doppelwannen, Betonstraßen, Stollen, Tunnels, Kanalisationen, Trinkwasserbehältern, Kläranlagen, Schwimmbecken, Schächten, Brücken und vielem mehr anwenden. Es gibt sowohl die Hochdruck- als auch die Niederdruckinjektion.


Injektions-Ankerhülse

Im Falle von Lochbaustoffen steckt man die Injektions-Ankerhülse ins Bohrloche, presst das Ganze mit Mörel aus und steckt dann das Ankerteil in die Ankerhülse. Wegen der Ankerhülse ist es nicht erforderlich, das komplette Bohrloch auszufüllen, sondern lediglich die Ankerhülse. So braucht man weniger Mörtel und das Ankerteil kann zentriert werden.


Injektions-Kartusche

In Injektions-Kartuschen ist ein schnellabbindender, hochfester 2-Komponenten-Kunstharzmörtel. Dieser sorgt für sichere und spreizfeste Verankerung. Man presst die Kartuschen mit gewöhnlichen Auspresspistolen aus.


Injektionsbefestigung

Falls ein Stein in einer großen Hohlkammer schlecht Halt findet oder die Belastungsfähigkeit nicht ausreichend groß ist, bedient man sich der Injektionsbefestigung. Dazu klebt man eine Gewindestange mittels einer Mörtelmasse, die fest und schnell aushärtet, in das Bohrloch. Man bringt die Mörtelmasse mit einer Auspresspistole oder mit einem über ein Gewinde verfügenden Kolben ein. Die letztgenannte Methode macht eine optimale Dosierung möglich. Mit der Gewindestange kann man anschließend Halterungen für Hängeschränke, Waschtische oder ähnlich schwere Dinge verschrauben.


Injektionsbeton

Flüssiger Beton, welchen man unter Druck in Hohlräume presst.


Injektionsmörtel

Mischung aus Wasser, Sand und Zement mit welchem man große Hohlräume verfüllt oder Bodenplatten unterfüllt.


Injektionspacker

Ein Injektionspacker ist ein aus Stahl, Messing oder Kunststoff bestehendes Hilfsmittel, mit dem man bei Injektionen Dichtungsmittel einpresst. Zu den Dichtungsmitteln zählen unter anderem Reaktionskunststoff und Injektionsmörtel. Bei den Injektionspackern gibt es Klebe- und Bohrpacker. Klebepacker klebt man, wie der Name schon sagt, auf das Injektionsloch, den Bohrpacker dagegen schraubt oder schlägt man in das Bohrloch. Es sind Bohrpacker für unterschiedliche Durchmesser der Bohrlöcher erhältlich. Dank Dichtungsgummi erreichen die Dichtungsmittel selbst bei großem Einpressdruck die erforderliche Stelle.


Injektionsverankerung

Die Injektionsverankerung funktioniert über die Herstellung einer formschlüssigen bzw. stoffschlüssigen Verbindung mit Hilfe eines Kunstharzmörtels im Verankerungsgrund. Man kann sie für eine Vielzahl an Zwecken einsetzen und so maximale Haltewerte in sämtlichen Baustoffen erreichen, also unter anderem in Ringschrauben, Betonstahl, Vierkantrohr, Gewindebolzen, Innengewindehülsen, Gitterziegel, Hohlblockstein, Altbaumauerwerk, Naturstein und Beton. Bei Vollbaustoffen presst man eine festgelegte Mörtelmenge in das Bohrloch und steckt das Ankerteil hinein. Schon nach 80 Minuten bei einer Temperatur von 20° C ist die Verankerung so fest wie Stein. Bei Verwendung einer Ankerhülse eignet sich dieses Verfahren für Lochsteine wie Hochlochziegel, Kalksandlochsteine und Hohlblocksteine. Wenn man keine Ankerhülse benutzt, kann die Injektionsverankerung bei Vollbims, Beton, Naturstein, Vollziegel, Kalksandstein und anderen erfolgen. Außerdem können so Maschinen, Rohrleitungen, Konsolen, Handläufe, Tore, Sanitärgegenstände, Kabelpritschen und vieles mehr befestigt werden.