Wohnen und leben

K-Wert

Der k-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient und besagt, wie viel Watt innerhalb einer Stunde bei einem Temperaturunterschied von 1 Kelvin durch einen Quadratmeter der Decken- oder Wandkonstruktion fließt. Man gibt den k-Wert in W/m2K an. W steht dabei für Watt und K für Kelvin. Je geringer der k-Wert, desto günstiger sind die Dämmeigenschaften des Dämmstoffs oder Bauteils. Die k-Werte, die angegeben werden, bezeichnen meistens eine Bauteilkonstruktion, also beispielsweise eine Außenwand- oder Dachkonstruktion. Der k-Wert bezieht die jeweiligen Wärmeleitfähigkeiten der Stoffe mit ein, beim Dach handelt es sich dabei unter anderem um die Dämmung, die Innenverkleidung oder die Sparren. Auch die Konstruktionsbegebenheiten werden berücksichtigt. Wenn die Übersparrendämmung beispielsweise 180 mm dick ist, ist der k-Wert ähnlich hoch wie bei einer 200 bis 220 mm dicken Zwischensparrendämmung, da die Holzsparen, die eine Wärmebrücke darstellen, ein höheres Maß an Raumwärme nach außen dringen lassen als die Dämmschicht.


Kabel Einziehgriff

Ein Handgriff, an welchem der Elektriker Einziehkabel oder -spiralen fixieren kann. So können Drähte leichter und mit weniger Zeitaufwand in Leerrohre eingezogen werden. Außerdem entstehen dank des ergonomischen Griffs keine Schwielen an den Händen und das Spannrad verhindert das Rutschen.


Kabelabdeckhaube

Eine Kabelabdeckhaube ist eine aus Ton oder PVC gefertigte Halbschale, welche man über Erdkabel stülpt. Es schützt vor Druck, der durch Steine sowie Geröll entsteht. Bei der Wiederöffnung des Grabens entstehen in der Regel keinerlei Schäden aufgrund des Baggers oder anderen Arbeitsgeräten.


Kabelanschlagseil

Ein äußerst geschmeidiges Anschlagseil, das aus mehreren Litzenseilen besteht, welche wiederum ein Seil bilden. Ein Kabelanschlagseil ist schon beim Betrachten daran zu erkennen, wie feingliedrig die einzelnen Litzen sind.


Kabelbinder

Ein Kabelbinder dient der Verbindung von Kabeln, um einen allzu großen Kabelsalat zu vermeiden. Außerdem verwendet auch die Polizei Kabelbinder als Ersatz für Handschellen, wenn sie einen Großeinsatz durchführt. Kabelbinder sind in unterschiedlichen Breiten und Längen sowie mit breiten Beschriftungsflächen erhältlich. Sie werden aus biegsamem, harten PVC gefertigt und haben an der Oberfläche Rillen. Nach dem Festziehen der Binder in der Schnalle lassen sie sich lediglich mit einer Schere oder einem Messer wieder öffnen. Bei qualitativ besonders anspruchsvollen Kabelbindern findet man statt einer gerillten eine glatte Bindeschnur. In dieser Schnalle ist eine Stahlfeder, welche sich in die Bindeschnur krallt, wenn man sie festzieht.


Kabelbox

Eine Kabelbox ist ein Kasten, den man in Montage-, Massiv-, Schacht- oder Brandwände einbaut, damit die Kabel sicher hindurchgeführt werden können. Eine Kabelbox sorgt dafür, dass das Feuer durch Mauerdurchdringungen nicht in zu schnellem Tempo in die angrenzenden Räume vordringen kann.


Kabelbrücke

Eine Kabelbrücke ist ein Bauteil, das Ähnlichkeit mit einer Leiste hat und aus hartgummiähnlichem, elastischem Material – zumeist Polyuretha-Elastomeren besteht. An der Unterseite hat sie Kanäle, in die man die Kabel einlegen kann, damit niemand über sie stolpern kann. Man setzt Kabelbrücken vorrangig in Büros ein, da dort viele Geräte Kabel benötigen. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Volksfeste. Dort verlegt man Kabelbrücken, damit die Besucher nicht über die Kabel stolpern und diese nicht beschädigen. Kabelbrücken sind an der Seite abgeflacht und haben meist eine rillenförmige Struktur. Man kann die einzelnen Bestandteile nahezu nahtlos verlegen, denn trapezförmige Zapfen greifen wie auch bei einer Holzverbindung ineinander.


Kabelbügel

Ein Kabelbügel erfüllt im Grunde die gleiche Aufgabe wie eine Klemmschelle oder Schelle. Das bedeutet, mit seiner Hilfe lassen sich Elektrokabel an Wänden befestigen. Schellen können lediglich ein Kabel fixieren, Kabelbügel dagegen mehrere. Kabelbügel sind sowohl mit als auch ohne vormontierte Dübel erhältlich.


Kabelformstein

Unter einem Kabelformstein versteht man einen aus Beton bestehenden ein- oder mehrzügigen Formstein, der dem Durchziehen von Kabeln bei der Verlegung im Erdreich dient.


Kabelkanal

Ein Leerrohr oder Schacht, dessen Größe sich nach den individuellen Ansprüchen richtet und durch das man Leitungen verlegen kann. Dies geschieht wahlweise unmittelbar bei Beginn der Elektroinstallation oder auch später.


Kabelkanal Leiste

Eine Kabelkanal-Leiste hat gleich zwei praktische Funktionen. Einerseits dient sie der Verdeckung des Kabelsalats, den die Elektrogeräte erzeugen. Andererseits überdeckt sie zudem die Dehnungsfugen, welche unweigerlich auftreten, wenn Holzdielen, Parkett oder Laminat verlegt werden. Es gibt verschiedene Modelle von Kabelkanal-Leisten. Wenn die Leiste getrennte Kammern hat, können Störungen vermieden werden, die sich ergeben könnten, wenn Antennen- und Stromkabel in einer Kammer geführt werden. Außerdem sollte in der Leiste ausreichend Platz für dickere Kabel sein, doch sie muss trotzdem ihre schöne Form behalten.


Kabelkran

Einen Kabelkran verwendet man auf großen Baustellen oder auf schwierigem Gelände, um große Spannweiten zu überbrücken. Man spannt eines oder mehrere Tragseile als zwischen zwei Stahltürme, die bis zu 25 m hoch sind. Diese Tragseile dienen als Fahrbahn für eine Seillaufkatze, von der die Hubvorrichtung getragen wird.


Kabelmesser

Das Kabelmesser ist ein Werkzeug, mit dem man die Mantelschicht von Isolierungen und Mantelleitungen mit einem Durchmesser ab 8 mm entfernen kann.


Kabelschere

Dieses Werkzeug lässt sich für die verschiedensten Zwecke einsetzen, unter anderem können damit Kabel abgeschnitten, abgemantelt oder abisoliert werden oder man kann Aluminium- und Kupferkabel schneiden, ohne dass Quetschungen oder Verformungen entstehen.


Kabelschneider

Schneidwerkzeug, das extra zum Ablängen von Strom- sowie Kommunikationskabeln aus Kupfer oder Aluminium hergestellt wurde. Durch die lange Ausführung der Werkzeuggriffe, die in den meisten Fällen aus Fiberglas sind, ist eine hohe Kraftübertragung möglich. Für die Schneidbacken wird legierter Werkzeugstahl verarbeitet.


Kabelschneider mit Ratsche

Dieses Profi-Werkzeug benutzen Handwerker zum Verlegen der Kommunikationskabel. Durch den Ratschenmechanismus ist weniger Kraftaufwand nötig und das Ablängen ist einfacher, was zu sauberen Schnitten führt. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es verschiedene Kabelschneider mit Ratschen. Mit diesem Werkzeug lassen sich „weiche“ Kabel mit einem Durchmesser von bis zu 50 mm, die mit Gummi oder Blei ummantelt sind, durchtrennen. Man braucht sie besonders für die Durchtrennung harter Kabel und Stahlseiten.


Kabelschuh

Ein Kabelschuh ist ein Metallteil, an dem man Kabel befestigt, zum Beispiel mit einer Crimpzange. Man führt das Kabel auf der einen Seite ein, die Ausführung der anderen Seite ist unterschiedlich, so kann es je nach gewünschtem Anwendungszweck Winkelrohr-, Rohr-, Ring-, Löt- oder Stiftkabelschuhe geben.


Kabelschutzrohr

Kabelschutzrohre dienen dem Schutz von zum Beispiel Erdkabeln vor hohen Belastungen. Diese sind unter anderem bei Bahntrassen erforderlich. Außerdem gibt es auch schwer entflammbare Kabelschutzrohre. Im Inneren von Gebäuden sind ebenfalls Kabelschutzrohre anzutreffen. Sie sollen dort vor Feuer, und hohen Belastungen sowie vor mechanischen Beschädigungen schützen. Kabelschutzrohre sind aus Metall oder Kunststoff erhältlich.


Kabeltacker

Mit diesem Tacker bringt man Kabel an. Mit speziellen Klammern wie Rund- oder Flachklammern kann man unter anderem Antennen-, Telefon- oder Stromleitungen auf allen üblichen Baustoffen fixieren. Ein Kabeltacker kann bei Dachböden, Holz, Holzpaneele, Holzvertäfelung, Gipskartonplatten, Fußleisten, Putz u.v.m. angewandt werden. Wenn man bei einer Modelleisenbahn Kabel verlegt, ist der Kabeltacker auch nützlich.


Kabelträgerbahn

Unter Kabelträgerbahn, oder „Kabelkanal“ versteht man eine Endlos-Leiste mit abnehmbarem Deckel, bei welcher man Elektroleitungen in eine oder viele Nuten einlegen und festklipsen kann. Man kann sie auf Putz verlegen und mit Schrauben oder Nägeln befestigen. Sie wird hauptsächlich im Gewerbebereich eingesetzt und besteht aus PVC oder Metall. Winkelstücke und Eckstücke zu allen im Handel erhältlichen Systemen stehen zur Verfügung. In einer Kabelträgerbahn ist nur die Verlegung von Leitungen mit starren Adern erlaubt, z. B. NYM.


Kabeltrommel

Eine Kabeltrommel nutzt man, um darauf Elektrokabel aufzurollen und aufzubewahren. Sie besteht aus Blech oder Kunststoff und ist für Dreh- und Wechselstrom erhältlich. Die Kabeltrommeln für Wechselstrom haben auch eine für Starkstrom vorgesehene fünfpolige Steckdose. Achten Sie beim Kauf einer Kabeltrommel auf gute Qualität, dann ist mehr Sicherheit geboten, vor allem durch Unfallschutz- und Überhitzungsschutzautomatik. Wenn Sie im Freien eine Kabeltrommel verwenden, zum Beispiel, um damit dem Elektro-Rasenmäher Strom zuzuführen, nehmen Sie unbedingt eine Kabeltrommel mit Spritzwasserschutz, selbstschließendem Deckel und Vollschutz-Tragegriff. Für gewöhnlich haben Kabeltrommeln eine Kabellänge von wahlweise 10, 20, 25, 40 oder 50 Metern. Rollen Sie das Kabel aber immer ganz und gar aus der Trommel ab, damit es sich nicht überhitzt.


Kabine

Dieser Begriff wird vielfältig eingesetzt, um einen kleineren, abgetrennten Raum zu bezeichnen. Dabei sind nicht nur Räume in Gebäuden gemeint, sondern auch in Flugzeugen, auf Schiffen, Umkleidekabinen in Kaufhäusern, in Freibädern usw. Außerdem gibt es auch noch Duschkabinen und das Häuschen, in dem der Kranführer sitzt, wird ebenfalls Kabine genannt.


Kabinettfeile

Diese Feile ist vermutlich nach dem Kabinettschrank, den es in früheren Generationen gab, benannt. Sie wird vorrangig von Möbeltischlern verwendet. Es handelt sich um eine Halbrundfeile, deren Radius aber größer und flacher ist.


Kabinettraspel

Eine Raspel, die einen dünnen, halbrunden Querschnitt hat und eingesetzt wird, um Bauplatten, Holz, Kunststoff, Sperrplatten und weitere weiche Werkstoffe zu bearbeiten. Die Kanten und Seiten haben einen unterschiedlichen Hieb.


Kachel

Eine im Kachelofenbau verwendete Kachel. Heute wird damit (irrtümlich) allgemein Keramikmaterial bezeichnet und auch Fliesen. Auch heute noch werden Ofenkacheln in Handwerksbetrieben gefertigt, indem man plastische Tonmasse presst, sie mit der Hand formt oder den flüssigen Ton in Gipsformen gießt. Der Zuschlag von Schamotte und anderen Stoffen ist dabei von ebensogroßer Bedeutung wie ein hochwertiger Ton. Kacheln mit hohem Schamotteanteil weisen eine höhere Hitzebeständigkeit und eine geringere Neigung zur Rissbildung auf. Sämtliche Kacheln zeichnen sich durch eine glänzende oder matte Glasur aus, die oft auch farbig ausgeführt ist. Fliesen sind in einer Vielzahl von Dekoren erhältlich und auch kundenspezifische Maßanfertigungen sind möglich.


Kachelherd

In einem Kachelherd treffen Nostalgie und Moderne zusammen. Der Herd wird gleichzeitig zum Heizen, Kochen, Backen und zur Erzeugung von Warmwasser verwendet. Er kann ohne Weiteres in heutige Einbauküchen integriert werden. Es kann sogar ein Pizzaofen oder ein Mikrowellenherd in den Ofen eingebaut werden.


Kachelkamin

Eigentlich ist der Kachelkamin ein Grundkachelofen, der einzige Unterschied besteht darin, dass man beim Kachelkamin durch ein dekorativ eingefasstes Keramikglas den Flammen zusehen kann. Dadurch, dass der Brennraum geschlossen ist, erreicht man natürlich eine viel höhere Energieausbeute als im Falle eines offenen Kamins.


Kachelofen- und Luftheizungsbauer

Ein handwerklicher Lehrberuf, der eine dreijährige Ausbildung erfordert und früher „Ofensetzer“ genannt wurde. Ein Kachelofen- und Luftheizungsbauer hat die Aufgabe, handwerkliche Kachelöfen zu bauen, unter anderem Kachelkamine oder Grundkachelöfen. Dazu muss er nicht nur handwerklich begabt sein, sondern auch Sinn für Gestaltung besitzen. Er schließt außerdem den Kachelofen an den Schornstein an.


Kaffgesims

Das Kaffgesims, auch Wasserschlag genannt, ist ein im gotischen Baustil benutztes, ausgeprägtes Gurtgesims, also ein Gesims, welches zwischen zwei Stockwerken liegt. Es befindet sich hauptsächlich an Mauerabsätzen von Kirchen. Da die Gesimsform vorspringend ist, leidet sie besonders unter Witterungseinflüssen und muss umso stärker auf Schäden hin untersucht werden. Dadurch ist die Instandhaltung sehr aufwändig.


Kalabreser

Der Kalabreser ist der breitkrempige Hut mit welchem die Zimmergesellen auf Wanderschaft losziehen.


Kalander

Folien, mit denen man Holzwerkstoffe beschichtet, stellt man vorrangig auf Kalandern her. Unter Kalander versteht man ein Walzwerk, das drei bis vier beheizte, schwere Stahlwalzen hat, die sich gegenläufig drehen und deren Aufgabe darin besteht, die bereits vorgeknetete Kunststoffmasse zu einer unendlichen Folie auszuwalzen. Wenn man eine Prägewalze benutzt, können so auch mit einer Oberflächenstruktur versehene Folien produziert werden. Man kann auf Kalandern ebenfalls Gewebebahnen mit Kunststoff beschichten, unter anderem wenn man Dichtungsbahnen und Fußbodenbeläge herstellt. Wenn man mehrere Folien warm verpresst, können dickere Platten produziert werden.


kalibrierte Fliesen

Ein kalibriertes Bauteil wurde auf ein ganz genaues Maß gebracht. Wenn ein Maßwerkzeug kalibriert wird, bedeutet dies, dass man es eicht. Im Baubereich spricht man hauptsächlich von kalibrierten Fliesen. Es ist zwar so, dass alle Fliesen ein vorgegebenes Maß haben, dennoch ist aber das Rohmaterial ein Naturprodukt, weshalb es immer wieder zu kleinen Abweichungen kommen kann. Um diese Abweichungen zu vermeiden, kann man kalibrierte Fliesen kaufen, welche nach dem Brennen auf ein ganz genaues Maß geschnitten werden und gerade Kanten haben. Das bedeutet, dass man diese Fliesen knirsch verlegen kann.


Kaliumhydroxid

Kaliumhydroxid hat Eigenschaften, die denen des Natriumhydroxid ähneln. Man nennt es auch Ätzkali.


Kalk

Ein in einer Vielzahl an Industriezweigen erforderliches Bindemittel. Man benutzt es im Bauwesen, um Porenbeton und Kalksandsteine herzustellen. Im Hochbau nimmt man ihn für Putz- und Maurermörtel und im Tiefbau um den Untergrund mit Bodenvermörtelung zu befestigen. Kalkstein ist ein Sedimentgestein, welcher sich in prähistorischer Zeit in Gewässern ablagerte. Man findet häufig Mischungen mit weiteren Sedimenten. Beispielsweise bilden Kalksandstein und Magnesiumkarbonat Dolomit, Kalksandstein und Ton bilden Kalksteinmergel usw. Man zerkleinert den Kalkstein und brennt ihn. Kalk, den man aus reinem Kalkstein gewinnt, nennt man auch Luftkalk, denn er muss ausschließlich an der Luft erhärtet werden. Dieser Kalk hat eine weiße Farbe, der Dolomit-Kalk ist dagegen grau. Kalksteinmergel erhärtet unter Wasser, hat also hydraulische Qualitäten. Um Brandkalk, wie Kalk nach dem Brennen genannt wird, als Baukalk benutzen zu können, muss dieser durch Zugeben von Wasser gelöscht werden.


Kalkcaseinfarbe

Eine Pulverfarbe, die mit Wasser angerührt werden muss. Sie kann für weiße oder farbig deckende Anstriche, die diffusionsoffen sind, benutzt werden, um damit Kalkputz, Zementputz, Beton, Rauhfaser, Holz oder auch Kalksandstein zu streichen. In Feuchträumen sollte Kalkcaseinfarbe nicht verwendet werden. Sie enthalten keine Lösemittel und auch keine Konservierungsstoffe, allerdings ist Casein ein in Milch enthaltener Proteinbestandteil. Wenn das Pulver mit Laugen oder gelöschtem Kalk verbunden wird, wird es wasserlöslich. Man vermutet, dass Casein bereits in Höhlenmalereien benutzt wurde. Auch eine Vielzahl historischer Gebäude, darunter Schlösser und Burgen wurden mit solchen Farben gestrichen und haben Jahrhunderte überstanden. Man trägt Kalkcaseinfarbe mit Hilfe von Rolle und Pinsel auf. Dazu ist ein trockener, fester, staub- und fettfreier sowie allgemein sauberer Untergrund erforderlich. Man kann auch einen Tiefengrund verwenden, um den Untergrund aufzubessern.


Kalkestrich

Kalkestrich ist so feuchteempfindlich, dass er nur noch selten benutzt wird. Man brennt den Gips für den Estrich bei einer Temperatur zwischen 900 bis 1200° C ein. Er ist 5-6 cm stark und wiegt pro Quadratmeter rund 100 – 120 Kilogramm.


Kalkfarbe

Kalkfarbe besteht aus Wasser und gelöschtem Kalk. Die Farbe ist aus Sicht der Baubiologie und Ökologie wirklich zu empfehlen. Es handelt sich um einen Anstrich, der mit Wasser verdünnt werden kann und bei welchem der Kalk nicht nur als Bindemittel, sondern auch als Pigment fungiert. Man benutzt ausschließlich kalkechte Buntpigmente, um die Kalkfarbe abzutönen. Da Kalkfarben nur höchstens 5 % Pigmente binden können, ist die Erzeugung intensiver Farbtöne nicht machbar. Um diese zu erzeugen, müssen mehrere Schichten der Farbe aufgetragen werden. Kalkfarbe zeichnet sich durch Feuchtigkeitsunempfindlichkeit und ihre fungizide und desinfizierende Wirkung aus. Man kann sie aus diesem Grund problemlos für Wände und auch Decken in Feuchträumen benutzen. Leider kann sie nicht mehr im Außenbereich angewandt werden, da der saure Regen sie zu stark angreift. Man trägt den Anstrich auf Zementputz, Kalkputz, Kalkzementputz oder Schalungsbeton, (un)gebrannte Mauersteine, Decken und Wände auf. Nicht aufgetragen werden sollte er auf Metall- oder Holzuntergründe und Sichtbeton. Tragen Sie bei der Verarbeitung der Farbe Handschuhe und eine Schutzbrille, damit die stark ätzenden Laugen Ihre Haut und Augen nicht angreifen.


Kalkgipsputze

Kalkgipsputze werden nur im Innenbereich zum Verputzen von Decken und Innenwänden benutzt. Man kann ihre Oberfläche glätten oder reiben. Maschinengängige Gipsputze können zum Verputzen von stabilem Mauerwerk und Beton verwendet wird. Das Grundmaterial besteht aus Sand, Kalk und Gips.


Kämpferholz

Ein horizontales Querholz, das bei Türen und Fenstern anzutreffen ist und welches als Anschlag für die Fensterflügel fungiert. Es wird auch Riegel genannt und ältere Fachbücher bezeichnen es ebenfalls als Loos- oder Kreuzholz.


Kämpferpunkt

Kämpferpunkt nennt sich bei einem Bogen der Ansatzpunkt über einer Geraden, an welchem man häufig ein horizontales Entlastungsbauteil anbringt, um die kämpfenden Kräfte der Gerade und des Bogens auszugleichen.


Kämpferstein

Der erste Stein eines Bogens am Kämpferpunkt. Der Kämpferstein ruht auf dem Kämpfer. Man nennt ihn auch Anfänger(stein).