Wohnen und leben
Werbung
Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Bitte um Hilfe.
Folgender Fall:
Ich bin Mieter (seit 10 Jahren) mit einem alten Mietvertrag (1 Jahr Kündigungsfrist). Wir haben uns mit dem Vermieter darauf geeinigt auf unsere kosten einen Nachmieter zu suchen und auch die Kosten für die Zwischenablesung zu übernehmen. Ein Nachmieter wurde gefunden (Einzug zum 1. März). Wir haben die Wohnung bereits am 16 Dezember geräumt, beheizen sie aber natürlich ausreichend und sorgen auch alle 2 Tage für Durchlüftung usw.. Es wurde mündlich vereinbart dass das Mietverhältnis zum 15 Feb mit dem Ablesetermin und der Wohnungsübergabe endet. Also erstmal kein Grund zur Sorge. Eines Tages kam der Sohn unserer Vermieter vorbei und wollte mal nach dem rechten sehen. Ich habe Ihm bereitwillig die mittlerweile renovierte Wohnung gezeigt und er war sehr positiv überrascht in welchem Top Zustand die Wohnung nach 10 Jahren Benutzung ist. Ich hab ihm voller Stolz gezeigt das ich mal vor ein paar Jahren alle Schalter und Steckdosen wegen Altersermüdung gegen neue Berker Schalter ersetzt habe und auch die verschlissenen Rollladengurte auf meine kosten ausgetauscht habe vom Teppichboden verlegen mal ganz abgesehen (schön blöd gell?) Na ja irgendwann sagte er dann, „also alles klar ihr zahlt dann bis ende Feb.“ Worauf ich ihm sagte „nö ausgemacht ist der 15te Feb.“ Daraufhin ist er explodiert. Ich musste daraufhin erfahren dass das Haus vor ein paar Jahren auf Ihn als neuen Eigentümer umgeschrieben wurde. Seine Eltern(unsere bisherigen Vermieter die auch den Mietvertrag damals unterschrieben haben und die Nebenk-Abrechnung vornahmen und im selben Haus wohnen wie wir sind jetzt die Niesbrauchsberechtigten der Mietzahlung) Eigentümer ist er (der Sohn). Er will das wir bis Ende Feb. Zahlen, seine Eltern haben da gar nichts zu melden und er wird in die Nebenkostenabrechnung alle Betriebskosten aufführen die Umlagefähig sind. Im Mietvertrag ist der Paragraph der die Betriebskosten regelt durchgestrichen und die im Voraus zu zahlenden Nebenkosten sind Handschriftlich aufgeführt und werden auch seit 10 Jahren so berechnet. Ich war erstmal platt nach soviel Agression. Es war zu diesem Zeitpunkt noch exakt 1 Monat bis zum geplanten Mietende. Um mich vor dieser angedrohten und mittlerweile mir schriftlich vorliegende Abrechnungsmodalität zu schützen hab ich den letzten Monat Mietzahlung einbehalten. Die zu erwartenden Nebenkosten waren zu diesem Zeitpunkt durch die Vorrauszahlung zu weit mehr als 100% bereits gedeckt (vorausgesetzt die Abrechnung erfolgt in dem Umfang wie seit 10 Jahren). An der Wohnung sind keine Schäden (ganz im Gegenteil eher ein wesentlich höherwertiger Zustand). Die fehlende Miete wäre durch die Kaution gedeckt. Also dachte ich füge ich dem Vermieter keinen finanziellen Schaden zu. Ich habe dann mein Vorhaben schriftlich erklärt und auch darauf hingewiesen, das wenn alle Zahlungen meinerseits bis zum Ende erfolgen würden, sie eine Überzahlung von 200% haben (Kaution mit einbezogen) und ich nicht gewillt bin dann eine überzogene NK-Abrechnung von Ihrem Sohn zu bekommen und ich muss dann klagen, wenn ich mein Geld wieder haben will.. Ich habe in dem Schreiben aufgeführt das sie trotz des Einbehalts der letzten Mietzahlung auf keinen Kosten sitzen bleiben. Na ja mittlerweile hab ich jede Menge Mahnungen mit Mahngebühren, Kostenschreiben ihres Anwaltes, Drohungen das das Mietverhältnis nicht aufgehoben wird und ich meine Kaution nicht bekomme usw. usw. Ich habe Gedacht dass er es doch einsehen müsste das es so nicht geht, er trotz meines Schrittes die Miete einzubehalten auf keinen Kosten sitzen bleibt. Ich weiß dass man eine Kaution nicht verrechnen darf, aber welchen Schritt hätte ich den tun sollen um mich vor der angedrohten willkürlichen Abrechnung zu schützen. Ich habe in der Wohnung alle Teppichböden selbst verlegt, ich hab Urlaub genommen um alle Badfliesen abzuschlagen als das Bad renoviert wurde, ich hab die elektr. Installationen ausgewechselt, die Rollladengurte die Sat-Anlage gewartet usw. und alles ohne auch nur einmal einen Kassenbeleg zu überreichen und jetzt so was. Wenn ich alle von Ihnen geforderten Kosten zusammen zähle hätte ich ganz normal kündigen können mit 1 Jahr frist und hätte hinterher immer noch Geld übrig. Daher meine Frage: Darf er ohne weiteres Betriebskosten aufnehmen obwohl diese im Vertrag durchgestrichen sind? Wer ist eigentlich mein Vertragspartner? Hätte ich über einen Eigentümerwechsel informiert werden müssen? Kann er mir die Mietaufhebung verweigern obwohl am 1 März ein neuer einzieht?
Stichwörter: fragen + viel + dringend

1 Kommentar zu „Viel Fragen dringend”

FischkoppStuttgart Experte!

Mit viele Fragen haben sie Recht....

Hier sind leider keine Anwälte anwesend. Sagen wir mal so, ich hätte es genau so gemacht.
Da der VM aber schon einen Anwalt eingeschaltet hat, sollten sie nur per anwalt reagieren.
Es geht ja nicht nur um die Miete, sondern auch um die Nebenkosten..

Es kann schnell zu mehr werden, wenn sie keinen Fachmann einschalten. Wer Fristen verstreichen lässt ist automatisch eigentlich schuldig!

Bitte wende sie sich an den Mieterbund.de oder Anwalt

Antwort schreiben

Nur registrierte Benutzer können auf Beiträge antworten.