Wohnen und leben
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Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Hallo,

ich bin mit meinem Freund zusammen in eine kleine schnuggelige Wohnung gezogen.
Es gibt eigentlich nur ein Problem, das ist die Dame unter uns.
Es ist so, dass das Haus alt und recht hellhörig ist. Mal vorab.

Mein Freund arbeitet Schicht, das heißt er hat einen total gestörten Tagesablauf.
Er spielt gerne PC und benutzt dort auch Teamspeak (so ne Art Telefonieren nebenher statt dem Schreiben). Das geht auch schonmal bis in die Nacht hinein (2 Uhr... wenn nicht länger).
Der PC steht im Wohnzimmer, die Frau pennt direkt darunter. Er redet nachts in normaler Lautstärke. Also Zimmerlautstärke. So wie ich es auch tun würde wenn ich nachts telefoniere.
Die Damen beschwert sich andauernd bei uns.
Neben allerlei Beschimpfungen und Drohungen sagt sie sie würde jedes Wort nachts verstehen. Ich kann mir das kaum vorstellen, da ich dann doch genauso viel mitkriegen würde!! (Über uns sind auch noch Leute!)

Neben allen Problemen mit der Frau die wirklich übel sind bereit mir diese Geschichte im Moment Magenschmerzen.
Gegen morgendliches Duschen kann sie nichts machen, aber wie verhält es sich mit nächtlichen Telefonaten in Normallautstärke (damit der andere was mitbekommt).
Ich nehme das Telefonieren jetzt mal als Vergleich weil es leichter ist.
Ach ja: Die Frau unter uns ist Eigentümerin Ihrer Wohnung. Mein Vermieter ist noch jemand anders.

Wäre dankbar für ein paar Ratschläge was da noch auf uns zukommen kann.

LG

Laren

P.S. Ich hatte ihr versprochen, dass wir versuchen, das ab 12 sein zu lassen, aber da es teilweise um wichtige Hobbytechnische Dinge geht geht das nicht immer. Und ich sehe es auch nicht mehr ein ihr alles recht zu machen.
Abgesehen davon... selbst wenn wir das jetzt ab 12 lassen.... Dann kommt was anderes...


Noch eine Frage:[/b:1de8f]
Wir haben die Wohnung als Paar gemiete allerdings ist das de fakto eine WG da Beziehungstechnisch nicht alles klappt (das risiko war einkalkuliert), muss man den Vermieter über diese WG informieren?
Im Mietvertrag sehen beide als Mieter.

Danke!
Stichwörter: lärm

10 Kommentare zu „Lärm”

fin Experte!

Es tut mir leid, aber hobbytechnische Dinge müssen nach 22 Uhr ruhen, sonst verstößt Ihr Freund gegen die Hausordnung. Und ich denke auch Sie haben eine. Es muss in einem Mehrfamilienhaus niemand hinnehmen bis spät in die Nacht hinein regelmäßig Geräusche zu ertragen.
Sie selbst schreiben doch das das Haus hellhörig ist. Also haben Sie dies auch schon gemerkt.
Regel: Zimmerlautstärke ab 22 Uhr, nach 24 Uhr sollten Fernsehen und PC ausgeschaltet sein (wenn dieser Geräusche verursacht). Ein Mensch ist nachhaltig in seiner Lebensqualität gestört, wenn er keine Nachtruhe hat.

Susanne Experte!

nach 24 Uhr sollten Fernsehen und PC ausgeschaltet sein [/quote:a42d6]

Das halte ich aber für ein Gerücht-wo hast Du das denn her?????

tenant61 Experte!

nächtlicher verzicht auf fernsehen o.a. ist sicher übertrieben. dennoch: sie müssen sich vor augen halten, dass nachts all die hintergrundgeräusche, die tagsüber auftreten und viele andere geräusche überlagern) entfallen. dadurch wirken telefonate, fernsehen usw nachts viel lauter. und ich denke scon, dass man da verstärkt auf das ruhebedürfnis der nachbarn eingehen muss. beim fernsehen ist´s ja kein problem, da kann man sich mit kopfhörer behelfen. aber ob regelmäßige nächtliche telefonate nötig sind, sollte man sich vielleicht doch gut überlegen. evtl wäre ein messenger-programm die geeignetere alternative.

Laren

Sie hat uns 12 uhr nachts vorgeben und wir werden auch schauen, dass wir uns daran halten.
Wenns am wochenende was länger wird macht ihr nichts hat sie gesagt.

allerdings traue ich dem ganzen halt nicht.
Daher war ja auch die Frage was noch auf uns zukommen kann. Ich traue ihr mitlerweile alles zu!

fin Experte!

Die Forderungen, die die Frau an Sie stellt, sind vollkommen nachvollziehbar, und ich denke, dass Sie selbst Ihr Verhalten ändern sollten, damit eine gedeihliche Hausgemeinschaft noch möglich ist.
Sie ist Ihnen doch schon etwas entgegen gekommen, wenn sie sagt, am Wochenende werde sie das ab und zu tolerieren.
Bitte halten auch Sie sich an die Nachtruhe.

Susanne Experte!

Ich kann das nicht so ganz nachvollziehen.
Es muss doch auch einem Mieter innerhalb der Hausgemeinschaft eines MFH möglicht sein, der gewählten Lebensführung nachzugehen.

Es kann einem doch nicht vom Nachbarn verboten werden, nachts zu sprechen etc.
Selbst die Gerichte sprechen den Mietern nächtliches Baden und Duschen zu, obwohl teilweise heute noch in den Hausordnungen das Verbot zu finden ist (ist natürlich nichtig)

Es kann mir weder verboten werden, den Fernseher in Zimmerlautstärke zu hören, noch Gespräche zu führen, mit oder ohne Telefon.
Falls das so laut in der anderen Wohnung zu hören ist, muss der Vermieter was an der Schallisolierung ändern. Sicher, man kann zum allgemeinen Hausfrieden klein beigeben-aber muss man???

Bei mir ist das ähnlich, allerdings kenne ich das vom Altbau nicht anders. Leider werde ich auch mal nachts davon wach, dass der Nachbar in der Wohnung über mir der schönsten Nebensache der Welt nachgeht. (seine Freundin nenne ich heimlich Lassie)....und das soll ich ihm verbieten können/dürfen ?????????..ist lauter als telefonieren.

Laren

Wir halten uns ja an die Nachtruhe,
das sollte von meiner Seite aus nie anders nachkommen.
Allerdings haben wir nicht nur dieses Problem. Von unserer Seite aus würden wir vieles tun um eine gute Atmosphäre zu haben.
Aber unsere Vormieter und der Besitzer über uns haben alle Probleme mit ihr.
Sie mischt sich obwohl wir hier erst 3 Monaten wohnen in unser Leben ein.
Wenn wir ihre unterstellungen berichtigen heißt es wir würden lügen.

Das wir uns an die Nachtruhe halten ist ok.
Aber mein Partner arbeitet Schicht. Er ist halt auch schonmal nachts noch auf und wer kann ihm verübeln das er nicht gliech nach der arbeit wenn er heimkommt ins bett geht?

Zudem stört sie seltsamerweise nach eigener Aussage der laufende Fernseher nicht. NUR das gerede.

Die Bettgeschichten der Leute über uns kriegen wir auch mit, teilweise über mehrere Stunden, aber wir sagen da auch nichts.

Da es soviel ärger gibt fällt es uns schwer immer weiter auf die Frau einzugehen und vorallem wissen wir einfach nicht mehr was wahr ist und was nicht.
Daher bin ich auch hierher gekommen um die Meinungen andere dazu zu hören.

Laren

tenant61 Experte!

hm, meine meinung zu dem thea hab ich ja bereits geäußert. auch wenn´s den ein oder anderen stört ( ;) ), ich plaudere nochmal aus dem nähkästchen:
leider musste ich in meiner beruflichen praxis immer wieder erleben, dass einzelne es geschafft haben, das recht für sich zu pachten. da wurden beschwerden vorgebracht, die zwar auf vermeintlichen verstößen gegen die hausordnung basierten, die für sich genommen tatsächlich eine unzumutbarkeit zu begründen schienen, da wurde auch vor lügen nicht halt gemacht, um behauptungen zu untermauern und mit einem schier unglaublichen erfindungsreichtum wurden belästigungen konstruiert, gegen die man sich, auch wenn man das dumpfe gefühl hatte, dass da was nicht stimmte, einfach nicht zur wehr setzen konnte. als vermieter hat man in einem solchen fall irgendwann nur noch eine wahl: man stellt sich auf eine der beiden seiten und zieht sein ding einfach durch. wenn man verliert, egal zu wessen gunsten, hat man wenigstens eine entscheidung und damit (evtl) ruhe.
ich kann nachvollziehen, was in ihnen vorgeht. wenn ihre nachbarin so gestrickt ist, wie ich oben geschildert habe, können sie kaum auf ruhe hoffen, es sei denn es kommt zu einem wie auch immer gearteten prozess oder sie ziehen aus. das ist eben das dumme an der rechtsprechung: letztlich bekommt man nicht recht, sondern ein stück papier. was das wert ist, weiß man vorher nicht. sorry.
wollen sie wissen, welche prozessmöglichkeiten es m.e. gibt?

Laren

nein auf einen prozess kann ich es nicht ankommen lassen.
ich bin studentin, daher kommt auch ein auszug nicht in frage... mir fehlt das geld dazu. ich habe soviel geld in diese wohnung gesteckt... das kann ich mir nicht kaputtmachen lassen.
Daher muss das wohl irgendwieklappen.
Weil: Ausziehen kann nur ich, ich bin die einziger Miterin in diesem Haus. Über mir ist eine eigentumswohnung, unter mir auch.
= ich hab den schwarzen peter.

aber da werde ich das wohl irgendwie hinbiegen müssen.

danke für die tipps.

tenant61 Experte!

_ wenn sie studentin sind: haben sie mal geprüft, ob sie anspruch auf pkh (=prozesskostenhile) haben? damit könnten sie einen prozess riskieren, ohne dass im unterliegensfall die übliche kostenlawine auf sie zurollt (das soll nicht heißen, dass sie gar keine kosten haben werden, aber die sind dann so gering, dass sie das schaffen). meine überlegung geht dahin, dass sie nicht warten, bis man ihnen kündigt oder mit mahnungen überzieht oder weiter mit beschwerden belästigt, sondern dass sie den gegenangriff starten und auf unterlassung klagen. wenn sie ein paar nachbarn und vielleicht den vormieter als zeugen gewinnen können, erscheint mir das, nach dem, was ich bisher gehört habe, nicht aussichtslos.

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