Wohnen und leben
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Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Hallo,
wir haben nach zehn Jahren unseren Mietvertrag für ein Einfamilienhaus fristgemäß zum 31.3.06 gekündigt. Das Haus wurde ca 1993 gebaut und 1995 hat unser Vermieter dieses Haus gekauft- zum vermieten. Eine Einbauküche gehört seit Einzug der Erstbesitzer dazu (einer der Gründe warum wir das Haus genommen haben). Unser Vermieter hat diese Küche (Neupreis angeblich 10.000 DM) für 5.000 DM mitgekauft[/b:17195].
Wie gesagt wir wohnen seit August 1995 hier - die Küche ist jetzt arg mitgenommen, wir haben sie auch nicht sehr pfleglich behandelt (zugegeben-unsere Schuld). Den Backofen haben wir kaputtgemacht und dem Vermieter auch im Vorfeld gesagt das wir einen neuen Herd einbauen werden.
Nun hat er sich die Küche angeschaut und ist der Meinung da muß eine neue Küche rein, weil die alte eben nur noch für den Sperrmüll taugt.
Er hat einen Kostenvoranschlag mitgebracht wonach eine neue Küche 1.800 [/b:17195]Euro kosten wird und verlangt nun von uns das wir die Kosten für die Küche übernehmen und er die Kosten für Montage Lieferung usw - laut KV sind das 400 Euro.

Ich kann nicht glauben das wir eine neue Küche bezahlen müssen, laut Mietvertrag müssen wir die Elektrogeräte ersetzen von der ganzen Küche steht da nix.
Sie ist wirklich unansehnlich, aber müssen wir wirklich eine NEUE Küche bezahlen? Reicht es nicht wenn wir den Zeitwert ersetzen? Weiß jemand wie hoch der wäre?[/b:17195]

Bitte dringend um Hilfe! Bin nur noch ratlos.

Danke,
Patricia
Wir haben mit ihm immer ein gutes Verhältnis gehabt und möchten eigentlich das es auch so bleibt, aber 1.800 Euro?
Stichwörter: soll + einbauküche + erneuert + mieter

5 Kommentare zu „Einbauküche soll v Mieter erneuert werden?!”

Susanne Experte!

I.d.R. hat man eine Haftpflichtversicherung, die solche Schäden, die man dem Eigentum dritter zufügt, ersetzt.
Die Versicherung setzt sich dann auch mit überhöhten Forderungen auseinander und errechnet den Zeitwert.
Für den Zeitwert muss der VM erst mal den Anschaffungswert belegen, eine unbeweisbare Aussage "die hätte mal 10 Tsd Mark gekostet" ist dabei völlig irrelevant.

Plop11

Erstmal herzlichen Dank, hört sich ja nicht so gut an für uns.
Nochmal zur Erklärung: so schlimm sieht die Küche auch nicht aus, es sind nur zwei Unterschränke von der Hitze an den Kanten versengt und der Backofen ist defekt.

Die Küche ist aber doch schon abgeschrieben, reicht es nicht wenn wir den Schaden ersetzen (neuer Backofen, sowie 2 Unterschränke die defekt sind).
Die Spülmaschine und der Kühlschrank sind noch in Ordnung - warum müssen wir ihm alles in nagelneu bezahlen? Wir haben doch auch 10 Jahre lang die Sachen gemietet.
Mann bekommt doch auch keinen Neuwagen wenn jemand anders ein 10 Jahre altes Auto kaputtfährt. Ist das so ein Unterschied?

Ich werde mich um einen Termin beim Mieterbund bemühhen müssen, da sind noch ein paar andere Dinge die unser "naiver" Vermieter verlangt die scheinbar garnicht in unserer Pflicht liegen...

Mit solchem Ärger hab ich jedenfalls nicht gerechnet, weil wir wirklich hier immer alles in Schuß gehalten haben.

Plop11

Danke Susanne, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen.

Also ist es sinnvoll meinen Versicherungsonkel zu fragen und den Schaden dort zu melden? Wir haben eine Privathaftpflicht.
Ich dachte die sind "nur" zuständig wenn man irgendwo was kaputtmacht oder so?

DANKE,
Patricia

Susanne Experte!

Hallo Plop,

Ihr habt doch auch was kaputtgemacht - sagt jedenfalls Euer Vermieter.

Das mit dem Auto ist übrigens ein gutes Beispiel, auch hier bekommt man nur den Zeitwert ersetzt und ganz sicher müsst Ihr dem Vermieter keine neue Küche hinstellen.
Zeitwert: Beispiel für einen Herd, Anschaffungswert ist 500.-, i.d.R. kann ein Herd bei guter Pflege 20 Jahre halten. = er verliert pro Jahr 25.- seines Wertes, es wären bei 10 Jahren also 250.- zu ersetzen.
Man geht allerdings immer vom Anschaffungswert aus!

Plop11

Morgen kommt erstmal der Versicherungsmann und guckt sich die Küche an.
Am Dienstag hat unser Mieterbund auf und da werde ich auch hingehen.
Wir wollen nicht im Streit enden, aber wir möchten uns auch nicht ausnehmen lassen wie die Weihnachtsgänse.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

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