Wohnen und leben
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marina_bln hat diese Frage am 07.11.2008 gestellt
ich wohne seit sieben jahre in meiner wohnung,
habe 6 verwaltungen mit gemacht .
meine neue verwalterin hat mir jetzt eine brif geschickt wo sie mir schreibt das ihr auf meinem mietkonto augefallen ist das ich angeblich seit 2004 zu wenig miete gezahlt habe,
ich habe mich aber immer an meine mieterhöungen gehalten es liegen alle erhöungen beim jobcenter vor.
nun droht sie mir mit einer fristlosen kündigung.
ich wießnicht mehr weiter keiner hilft mir ich werde überall weiter geschickt.
ich würde mich freuen wenn sie eine antwort auf meine frage hätten.

danke marina thiele
Stichwörter: mieter

5 Kommentare zu „mietrecht”

Susanne Experte! 07.11.2008 12:51

Welche Frage?
Falls es zu Mietrückständen in Höhe von 2 MM gekommen ist, kann fristlos gekündigt werden.

AMAyer Experte! 07.11.2008 13:36

Nun es wird wohl so sein: wenn seit Entstehung der angeblichen Schuld nicht gemahnt wurde oder anderweitig Verzug herbei geführt wurde durch den VM bzw. dessen Verwaltung, dann wird wohl ein Teil der Forderung verjährt sein. Hier muss man noch einmal im Detail prüfen.

AM

Susanne Experte! 07.11.2008 13:51

Das ist FALSCH !
Da es sich um ein Dauerschuldverhältnis handelt !!! Dabei sind Abmahnungen etc. nicht nötig.

AMAyer Experte! 07.11.2008 14:16

> Dabei sind Abmahnungen etc. nicht nötig. <

Na, das wage ich mal stark zu bezweifeln!

Finanzielle Forderungen können verjähren. Das bedeutet, dass ein Gläubiger innerhalb eines bestimmten Zeitraumes den Anspruch auf noch ausstehendes Geld oder eine zu erbringende Leistung verliert, sofern er seine Forderungen nicht rechtzeitig geltend macht ? notfalls gerichtlich. Der Schuldner kann sonst die Leistung verweigern.

Seit Januar 2002 dauert die Regelverjährung nur noch drei Jahre ? von Ausnahmen bei Grundstücksgeschäften oder im Erbrecht abgesehen. Sie gilt für regelmäßige Zahlungen wie Mieten, aber auch für Nachforderungen oder Rückzahlungen von Betriebskosten. Ansprüche, die vor Januar 2002 bestanden, sollte man allerdings genau prüfen.

Denn für alte Forderungen gibt es Übergangsregelungen und Fristen, die für den Schuldner ungünstiger sind. Auch ist mitunter nur schwer zu erkennen, wann eine Frist beginnt: meist erst mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Wer glaubt, durch Verwirrung Zeit schinden zu können, irrt. So hinterließ ein Mieter nach seinem Auszug Mietschulden und verhinderte durch ständigen Wechsel seines Wohnortes, dass man seine Anschrift vor der Verjährungsfrist ausfindig machen konnte. Der Bundesgerichtshof entschied jedoch, dass die Forderungen durch diese Hinhaltetaktik nicht verjährt waren. Der Mieter habe sich ?rechtsmissbräuchlich? verhalten und musste zahlen (Az. VI ZR 217/86).

Innerhalb der kurzen Frist von sechs Monaten verjähren hingegen Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderung oder Verschlechterung der Mietsache (548 BGB). Die Verjährung beginnt hier mit dem Zeitpunkt, an dem der Vermieter die Mietsache zurückerhält. Hat der Mieter etwa die Wohnung zum 30. März gekündigt, zieht aber schon am 12. März aus, räumt sie leer und gibt dem Vermieter die Schlüssel, verjähren die Ansprüche bereits am 13. September. Die gleiche Frist gilt für Mieter: Gibt er die Wohnung zurück, hinterlässt aber noch Einbauten, hat er nach Ablauf von sechs Monaten keinerlei Ansprüche auf die Möbel selbst, noch auf Ersatz seiner finanziellen Aufwendungen.

Susanne Experte! 07.11.2008 14:30

Da ich Dich aus einem anderen Forum kenne, weiss ich, dass Deine sog. Ratschläge so eher in Richtung Körperverletzung tendieren. Offensichtlich kannst Du auch nicht lesen...Gegen die Verjährung habe ich auch nichts gesagt- und nochmal. Der Mietvertrag ist ein sog. Dauerschuldverhältnis. Zur Geltendmachung der Forderungen des Vermieters sind keine Abmahnungen nötig! (das ist ein kaufmännischer Aspekt und hat eigentlich nichts mit dem Mietrecht zu tun)
Weiterhin: sollte es sich bei den Mietschulden um Differenzen durch Mieterhöhungen handeln, kann der VM nichts machen. Hat er nämlich ein korrektes Mieterhöhungsverlangen zugesandt und der Mieter seine Zustimmung nicht gegeben, so muss der VM als nächsten Schritt auf Zustimmung klagen. Er kann die nicht gezahlte Differenz ohne Urteil nicht als Mietschuld anrechnen!

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