Wohnen und leben
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Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Wenn es um die Betriebskosten geht, sind bei den Gerichten immer wieder Trends festzustellen: Mal "beißen" sich die Gerichte an der Grundsteuer-Nachforderung fest, mal glauben die Gerichte beim Einsichtsrecht in die Betriebskosten-Belege neue Grenzen ziehen zu müssen.<br />
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Aktuellstes Beispiel: die Hausmeisterkosten. Entweder sind sie den Gerichten zu hoch oder sie enthalten Kosten, die eigentlich Vermietersache sind. Um zu hohe Hausmeisterkosten ging es in dem Fall, über den das Amtsgericht Frankfurt/Main zu entscheiden hatte (AG Frankfurt/Main, Urteil v. 5.6.2002 - 33 C 4255/01-28, WM 2002, S. 376).<br />
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Vermieter überschritt den üblichen Preis um das 8-fache: Das ist zu viel!<br />
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Bei den Hausmeisterkosten wurde der Mieter hellhörig, weil diese die ortsüblichen umlagefähigen Hausmeisterkosten in erheblichem Umfang überschritten.<br />
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1,05 Euro/m² sollte der Mieter pro Monat an Hausmeisterkosten bezahlen. Tatsächlich waren in Frankfurt 0,13 Euro üblich. Der Frankfurter Mieter sollte somit das 8-fache gegenüber dem im Mietspiegel festgelegten Betriebskosten-Mittelwert bezahlen.<br />
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Sie dürfen nur die üblichen Kosten fordern oder müssen gute Argumente parat haben<br />
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Der Vermieter verwies darauf, dass der Hausmeister auch für das Schneeräumen und Eisbeseitigen zuständig war. Der Mieter zeigte ihm daraufhin den Mietspiegel.<br />
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Dort war für diese Tätigkeiten ein Betriebskosten-Mittelwert von 0,03 Euro/m² pro Monat angesetzt, so dass der Vermieter auf einen "erlaubten" Betrag von 0,16 Euro/m² pro Monat kam.<br />
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Besser Sie kürzen die überhöhten Kosten, sonst gehen Sie am Ende leer aus<br />
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Grundsätzlich müssen Sie als Vermieter beweisen, dass Ihre Hausmeisterkosten auch nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot gerechtfertigt sind.<br />
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Dem Vermieter aus Frankfurt gelang das nicht. Sonst wäre er noch mit einem "blauen" Auge davongekommen: Er hätte seine Hausmeister-Abrechnung lediglich kürzen, aber nicht völlig von der Betriebskosten-Abrechnung streichen müssen. Wie Sie eine korrekte Betriebskosten-Abrechnung erstellen und welche Kosten Sie umlegen dürfen, lesen Sie in "Die Neue Vermieter- und Hausverwalter-Praxis von A-Z". Mehr zu diesem neuen Praxis-Berater finden Sie hier.<br />
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Am Ende blieben dem Vermieter nicht einmal die üblichen Hausmeisterkosten<br />
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Weil er nicht ausreichend begründen konnte, wie viel Hausmeisterkosten ihm nun eigentlich entstanden waren, wies das Gericht seine Zahlungsklage ab. Hätte er hier besser argumentiert, wären ihm pro Jahr wenigstens 51,13 Euro geblieben. So hoch lagen nämlichen die üblichen Hausmeisterkosten<br />
Quelle:Steuernetz.de<br />
Stichwörter: hausmeisterkosten

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