Wohnen und leben
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Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Hallo,

direkt der erste Post und direkt so ein Problem
Also: Ich wohne seit knapp 7 Jahren in einer Mietwohnung in NRW. Das Haus ist Baujahr 1948.
Schon immer hatte ich die Vermutung, dass irgendetwas mit meinem Stromkreislauf hier nicht so 100pro läuft. Nachdem ich nun eine neue Einbauküche bekommen hatte und ich einen Fachmann zum Anschliessen des Herdes habe kommen lassen, wurde er ganz bleich und meinte, den Herd würde er nicht anschliessen, da die Herdanschlussdose nicht geerdet ist.
Nachdem der Elektriker dann andere Dosen (auch in anderen Räumen) durchgemessen hatte, stellten wir fest, dass bis auf das vor ca. 3 Jahren renovierte Bad kein einziger Raum mit einem Schutzleiter versehen ist! Die Leitungen sind zwar verlegt, jedoch sind diese (laut Elektriker) nicht im Sicherungskasten angeschlossen. Ebenso ist nur[/b:95875] für das Bad ein FI-Schalter vorhanden! Andere Steckdosen in der Küche sind über die Pase vom Herd angeschlossen, was ebenfalls überhaupt nicht gehen dürfte.

Dies erklärt nun auch, weshalb in letzter Zeit so viele E-Geräte nach Umstellen den Geist aufgaben... PC, Waschmaschine, Untertisch-Speicher... insgesamt knapp 1500 Euro, die ich mir hätte sparen können, wenn ich gewusst hätte, wie dolle die Leitungen hier verlegt bzw. geschaltet sind! Ebenfalls erklärt dies, weshalb meine Freundin hier ständig und überall "einen gewischt" kriegt.

Nun meine Frage: Was für eine rechtliche Handhabe habe ich gegen meine Vermieterin?? Was kann ich fordern? Mietminderung /-erlaß? Wenn ja, wieviel?! Oder gar nach erfolgtem Gutachten Ersatz der durch die miesen Leitungen geschrotteten Geräte? Eigentlich könnte ich laut Elektriker ja noch froh sein, dass ich noch lebe!

Hoffe auf Euren Rat...

Schöne Grüsse,
der noizejunk
Stichwörter: mietrecht + schutzleiter

1 Kommentar zu „Mietrecht - Schutzleiter”

Rano Experte!

Naja, das hört sich ja alles recht dramatisch an,
ist es aber nicht.

Die Leitungen sind gewiß nicht von 1948, sonst würdest Du den Herd gar nicht betreiben können.

Die sog. "Nullung" war -so weit ich weiss- bis in die '70er Jahre erlaubt und somit Stand der Technik. Aber auch danach besteht kein Grund, dies zu ändern.

Irgendwo in Deinem Haus ist das Potential zwischen dem Erdreich und dem Nullleiter ausgeglichen. Ob dieses Potential nun also ein blaues oder grün-gelbes (früher: rotes) Kabel zu Dir führt ist völlig Schnuppe.

Egal, wie die Verkabelung auch ist, es wird keine "Zauberkiste" darin geben, die die 220 (resp. 235) Volt auf eine Spannung 'zaubert' die Deinen Geräten gefährlich werden könnte.
Marode, resp. zu klein dimensionierte Kabel lassen schlimmstenfalls eine zu
geringe[/u:9f493] Spannung beim Verbraucher ankommen.

Von der Phase Deines E-Herds mißt Du -obwohl man ja von '380V' spricht- lediglich ca. 235V gegen Erde (und das ist für Deine anderen Verbraucher massgeblich). Nur gegen eine andere Phase[/u:9f493] mißt Du die genannten 380V.

Angenommen, ein Gerät hätte eine Spannung am Gehäuse, welche Du als "Schlag bekommen" wahrnimmst, dann sind das >50 Volt. Da dies aber nur über einen Spannungsabfall passieren kann, würde das Gerät dann nur noch mit <185V versorgt. Und DAS würdest Du merken an der mangelhaften Funktion des Geräts.
Ein anderer Grund könnte sein: DEIN Gerät ist defekt.

Also lehn Dich zurück und erinnere Dich an die Gruselgeschichten, die Dir Dein Großvater einst erzählte. <!-- s 8) --><!-- s 8) -->

Gruß
Ralph

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