Wohnen und leben
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Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Hallo,

ich habe vor einigen Tagen meine Nebenkostenabrechung bekommen.

Unter anderem waren da folgenden Posten gelistet:

1.) Wartung Therme 69,-
2.) Austausch Mikrowelle 39,99€

Nun habe ich folgende Fragen:

Kann der Vermieter die Wartung der Therme in Rechnung stellen? Ich wohne schon seit 4 1/2 Jahren in der Wohnung und die Therme wurde mehrfach abgelesen, aber das erschien nie in den Nebenkosten. Ich vermute, dass der Vermieter den Schaden, der dem Herrn, der die Therme gewartet hat, passiert ist, er hat nämlich irgendeinen Motor zerstört und musste diesen austauschen, auf mich umgelegt hat.

Die Mikrowelle, die er mir in Rechnung stellt (Neupreis!) war 4 1/2 Jahre in meiner Mietwohnung und möglicherweise schon 8 Jahre in Betrieb. Sie hat vor 4 Monaten ihren Geist aufgegeben und ich konnte von Glück reden, dass dabei nicht die Wohnung abgebrannt ist, da der Motor, der den Mikrowellenteller dreht, versagte und das Plastikgeschirr in der Mikrowelle zu brennen anfing. Erst durch die intensive Rauchentwicklung wurde ich darauf aufmerksam.

Der Vermieter brachte mir dann nach 2 Monaten eine neue, wies mich aber in keinem Wort darauf hin, dass ich diese zahlen müsste.
Ist es nun zulässig, dass ich diese ersetzen muss, zumal ich bereits aus dieser Wohnung ausgezogen bin und die neue Mikrowelle nur 2 Wochen nutzen konnte. Ist es, falls ich für die Kosten aufkommen muss nicht so, dass ich mich nur anteilig an den Kosten beteiligen muss, nach dem Grundsatz "Neu gegen alt" ?

Er verweist in seiner Betriebskostenabrechnung nur auf Paragraph 11(1) des Mietvertrags hin, der seiner Ansicht nach die Kostenerstattung von meiner Seite begründet.

Im Übrigen hat er diese Kosten sowie die Nebenkosten von meiner Mietkaution abgezogen und mir über den Rest einen Verrechnungscheck ausgestellt, so dass ich diese Nebenkostenabrechnung nicht einmal "einklagen" konnte - das ist sicherlich auch nicht rechtens, oder?

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar.
Stichwörter: wartungskosten

10 Kommentare zu „Wartungskosten?”

Berni911 Experte!

Hallo,

gegen die Wartungskosten von diese Therme kannst wohl nichts machen, die sind umlagefähig, auch wenn sie nicht jährlich gewartet wird.
Mit der Mikrowelle bin ich mir nun garnicht sicher, im § 11 des Mietvertrages steht, dass ich von der Schneeräumpflicht im Winter befreit bin !
Somit könnte die Kosten sowohl umlägefähig sein oder auch nicht. Vielleicht wäre es gut, wenn du[/b:2a4ce] dir deinen[/b:2a4ce] §11 deines[/b:2a4ce] Mietvertrages einfach mal durch liest ???? Das ist natürlich nur so eine Idee, ob die wirklich weiter hilft, weiss ich nicht. Somit wirste wohl die Mikrowelle bezahlen, ansonsten Widerspruch gegen die Abrechnung einlegen und die 40,- € mit Fristsetzung zurückfordern.

Grüsse <!-- s 8) --><!-- s 8) -->

Mühler

Hallo,

gegen die Wartungskosten von diese Therme kannst wohl nichts machen, die sind umlagefähig, auch wenn sie nicht jährlich gewartet wird.
Mit der Mikrowelle bin ich mir nun garnicht sicher, im § 11 des Mietvertrages steht, dass ich von der Schneeräumpflicht im Winter befreit bin !
Somit könnte die Kosten sowohl umlägefähig sein oder auch nicht. Vielleicht wäre es gut, wenn du[/b:a4a06] dir deinen[/b:a4a06] §11 deines[/b:a4a06] Mietvertrages einfach mal durch liest ???? Das ist natürlich nur so eine Idee, ob die wirklich weiter hilft, weiss ich nicht. Somit wirste wohl die Mikrowelle bezahlen, ansonsten Widerspruch gegen die Abrechnung einlegen und die 40,- € mit Fristsetzung zurückfordern.

Grüsse <!-- s 8) --><!-- s 8) -->[/quote:a4a06]

Im Paragraphen 11 (1), den der Vermieter neben die Nebenkostenabrechnung bei der Microwelle geschrieben hat, steht:
&quot;Der Mieter ist verpflichtet, die Kosten für das Beheben kleiner Schäden an Installationsgegenständen für Elektrizität, Wasser, Abwasser und Gas, den Heiz-, Koch- und Kühleinrichtungen, [...] zu tragen bis zu einem Betrag von Euro 90,00 im Einzelfall; der Gesamtbetrag, der auf den Mieter jährlich entfällt, darf 8% der Jahresgrundmiete, höchstens jedoch 500,00 Euro nicht übersteigen.&quot;

Fällt unter diesen Paragraphen die Mikrowelle nicht?

Berni911 Experte!

In diesem Fall würde mich die Antwort auch mal interessieren. &quot;Das Beheben&quot;, nicht die Neuanschaffung. Vielleicht hättest die Reperatur bezahlen müssen? <!-- s :D --><!-- s :D -->

Musste halt warten bis Suanne mal wieder durchs Forum geistert.

Grüsse <!-- s 8) --><!-- s 8) -->

Susanne Experte!

Naja, für Neuanschaffungen ist der Vermieter zuständig. Die Kleinreparaturklausel gilt für Reparaturen!
Nur weil die Neuanschaffung billiger ist als eine Reparatur kann man das doch nicht dem Mieter aufbürden...

Rano Experte!

Na, Susanne,
über den letzten Punkt kann man streiten.

Der VM ist grundsätzlich zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet und wenn die Erneuerung nun der günstigste Weg der Instandsetzung war, warum sollte er den nicht gehen dürfen?

Wir sind hier nicht ein Gericht, dass manchmal aus Blödheit, Unkenntnis oder durch entsprechende Gesetze genötigt zu völlig irrationalen Entscheidungen gelangt.
Von daher laß' uns eine Instandsetzung in Form einer Neuanschaffung für 39
,99 € nicht verteufeln, während wir eine Reparatur für 79,99€ bedingungslos für ok und rechtens bewerten würden.

Gruß
Ralph

Susanne Experte!

Aber Rano, ich bitte Dich!!!

Der Vermieter ist für Instandsetzung und Instandhaltung verantwortlich und kann das nicht auf den Mieter abwälzen !!!

Wenn eine Küche mit Elektrogeräten vermietet wird, ist der Vermieter für die Instandhaltung verantwortlich.

Wäre der Mieter nachweislich fahrlässig im Gebrauch mit dem Gerät umgegangen und der VM hätte Anrecht auf Schadenersatz nach 825 BGB, dann müsste der Mieter lediglich den Zeitwert ersetzen. Bei einer 8 Jahre alten Mikrowelle würde der wahrscheinlich gegen Null tendieren.

Die Kleinreparaturklausel hat mit der Sache nun wirklich nichts zu tun, und bei manchen Vermietern würd ich schon aus Prinzip darauf bestehen- wer will sich aber um 40.-€ streiten? Da geben die Mieter nach und der VM kommt mit seiner Sch.... immer wieder durch. Geld haben kommt halt von Geld behalten!

Rano Experte!

Aber Rano, ich bitte Dich!!!
(...)

Die Kleinreparaturklausel hat mit der Sache nun wirklich nichts zu tun, ...
[/quote:51015]

Why?

Susanne Experte!

Na gut, dann bin ich halt pingelig:

Der Mieter ist verpflichtet, die Kosten für das Beheben kleiner Schäden[/b:01ce9] [/quote:01ce9]

Die Mikrowelle hatte einen Motorbrand - das ist kein kleiner Schaden und ganz offensichtlich nicht mit einer Reparatur wieder hinzukriegen!!!

Berni911 Experte!

Hallo Susanne,

ich schliesse mich da der Meinung von Rano an, deshalb interessierte mich Deine Meinung dazu und ich hoffte, dass Du mit einem Urteil aufwarten könntest.
Diese Klausel im Vertrag ist nicht entgültig geklärt. Ein Gericht könnte auch meiner Meinung nach zu folge, so oder so entscheiden.

Wenn bei dem Herd eine Platte ausfällt und diese durch eine Reperatur von 80,-€ behoben werden könnte, wären die Kosten nach § 11 MV doch umlegabar!

Der wirtschafliche Aspekt: Eine Reperatur der Mikrowelle bis 100,-€ wäre also auch umlegbar, oder ? Warum dann nicht die Kosten für eine Neuanschaffung, die wesendlich günstiger ist?

Ein anderer Punkt: Auf Grund des § 11 MV besorgt der VM nun ständig gebrauchte Sachen als Ersatz für defekte Geräte/Gegenstände, die er dann laut dieser Klausel auf die Mieter umlegen kann, wenn die Kosten 100,-€ nicht übersteigen. Aus meiner Sicht dann eine Umlage der Instandshaltungskosten auf die Mieter, die nicht rechtens wäre.


Also, wir sollten den Fragesteller einfach dagegen klagen lassen, um endlich ein Gerichtsurteil in Händen zu halten. <!-- s :D --><!-- s :D --> <!-- s :D --><!-- s :D --> <!-- s :D --><!-- s :D -->

Grüsse <!-- s 8) --><!-- s 8) -->

Susanne Experte!

Ich habe das Thema mal bei den wirklichen &quot;cracks&quot; zur Diskussion gestellt:


http&#58;//www&#46;recht&#46;de/phpbb/viewtopic&#46;php?t=101831[/url:64a34]

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