Wohnen und leben
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rixe2000 hat diese Frage am 04.09.2008 gestellt
Hallo,
wir Wohnen seit 1997 in ein Haus mit vier Kindern 2005 haben wir Feuchtigkeit in den Wänden festgestellt, das Dach ist abgängig und die Fenster schließen nicht richtig bzw. teilweise haben wir Einfachverglassung. Die Miete haben wir dann um 65% gemindert. Unser Vermieter hat uns dann Verklagt die Gerichtsverhandlung war auch schon wo dann gesagt wurde das die Klage abgewiesen wird. Und ein Gutachter hat unsere Mängel bestätigt und die kosten belaufen sich auf mindenstens 25.000,-Euro. Der Richter fand die Minderung angemessen, hat uns empfohlen die Wohnung zu räumen, was wir aber nicht wollen, haben dann den kauf vorgeschlagen das wollte unser Vermieter nicht und jetzt haben die gesagt das die Schwester das Haus käuft und Eigenbedarf anmeldet. Die Verhandlung war gestern der Richter meinete eine Räumung zum 31.1.09 wäre Inordnung. Bei der ersten Verhandlung haben die schon gesagt das Sie alles dafür tun würden um uns raus zu bekommen. Was können wir dagegen tun? Das sieht doch nach schmu aus weil die das Geld zur Renovierung nicht haben, oder wie kann man das sehn???
Gruß
A. Werth
Stichwörter: mieter

1 Kommentar zu „Kündigung wegen Eigenbedarf”

AMAyer Experte! 04.09.2008 13:01

Nach dem Gesetz muss der am Ort ansässige Vermieter Fehler und/oder Mängel der Mietsache beseitigen bzw. reparieren. Macht er das nicht, so kann der Mieter unter Umständen den Mangel selbst zu Lasten des Vermieters beheben lassen, er hat eventuell Schadensersatzansprüche oder ein Zurückbehaltungsrecht an der monatlichen Miete. Bei "schwersten" Mängeln kann er sogar recht schnell fristlos kündigen.
Das bedeutenste Recht eines Mieters bei Wohnungsmängel ist aber derzeit die Mietminderung. Solange Wohnungsmängel vorliegen, kann und sollte der Mieter die Miete kürzen, das heißt, er hat das direkte Recht vermindert Miete zu zahlen. Nach dem deutschen Gesetz (BGB) spielt es keine Rolle, ob der Vermieter den Mangel zu verantworten hat oder auch nicht. Selbst Mängel, die von Dritten hervorgerufen werden, auf die der Vermieter keinen Einfluss hat, und Mängel, die er möglicherweise gar nicht abstellen bzw. beseitigen kann, berechtigen den Mieter zur direkten Minderung, so zum Beispiel der Lärm aus einem Betrieb oder anderer Unternehmung bzw. Störungen, welche von einer angrenzenden Baustelle ausgehen. Entscheidend ist allein, dass ein Mangel vorliegt, welcher den Wohnwert der gemieteten Einheit/Whg mindert.

100 Prozent Miete gibt es nur für 100 Prozent Wohnwert, so wie es beim Mietvertragabschluss vereinbart war. Sinkt der Wohnwert, muss auch die Miete sinken.

Sie haben völlig richtig gehandelt, zeigen Sie diesem gierigem Vermieter den richtigen Weg!

Allerdings verstehe ich nicht, warum Sie ihr hart erarbeitetes Geld in eine so minderwertige Wohung stecken wollen? Wo die Whg doch so permanent feucht und schimmlig ist.

Sie wollen doch den VM (Knecht des Geldes der Macht) nicht noch reicher machen??

Nein, hier kann man nur anraten, suchen Sie sich eine ordentliche Wohnung.

Andreas Mayer

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