Wohnen und leben
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Gast Experte! hat diese Frage am 01.01.2005 gestellt
Hallo,

wir wohnen in einer 4-Zimmer Wohnung (96qm) in einem freistehenden Zweifamilienhaus (Vermieter wohnt im EG, wir im OG). Das Haus ist in den 30er Jahren gebaut worden und vom Vermieter vor Bezug saniert worden. Allerdings wurde das Dach nicht neu gedeckt und gedaemmt, keine Daemmung an den Aussenwaenden, alte Doppelglasfenster, keine Heizung im Hausflur.

Im ersten Jahr lag unser Verbrauch für bei 24071 kWh (14 Monate), im zweiten bei 17300 kWh (12 Monate)-woher die Differenz kommt ist uns auch schleierhaft. Abgerechnet wir nach Quadratmetern. Dieser Verbrauch ist sehr hoch, aber verstaendlich, da die Wohnung sehr schlecht isoliert ist. Trotz des hohen Verbrauchs wird unsere Wohnung nie richtig warm. Hinzu kommt, dass sich in 4 Raeumen an den Aussenwaenden Schimmel gebildet hat. Wir hatten unseren Vermieter bereits im letzten Jahr auf diese Maengel hingewiesen. Die Raueme mit dem Schimmelbefall wurden saniert. Aber die Kosten fuer den hohen Verbrauch fuer Heizung bleiben. Zumal unser Vermieter in diesem Jahr noch eine Rueckzahkung in Hoehe von 255 EUR verlangt hat.

Wenn wir mit einem spezifischem Waermebedarf von 100W/qm rechnen(berechtigt, da die Daemmung der Aussenwaende, dichte Fenster mit entsprechender Verglasung und die Daemmung zum Dachgeschoss fehlen), dann ergibt sich ein jaehrlicher Verbrauch von 16 640 kWh. Hierbei gehen wir schon von dem schlechtesten Fall aus. Gefordert wird heute ein spezifischer Waermebedarf von 80 W/qm.

Wir sind deshalb nicht bereit die Kosten fuer den hoeheren Verbrauch aufgrund fehlender Daemmung zu zahlen und fragen uns, ob wir eine rechtliche Handhabe haben, den jaehrlichen Verbrauch fuer Heizung auf 17000 kWh festzusetzen.

Wegen Schimmel haben wir auch nie gemindert---haetten wir wahrscheinlich machen koennen....

wir sind fuer jeden Ratschlag dankbar...
Stichwörter: kosten + daemmung + fehlende + heizung + hohe

4 Kommentare zu „hohe Kosten für Heizung durch fehlende Daemmung”

Striker34



Allerdings wurde das Dach nicht neu gedeckt und gedaemmt, keine Daemmung an den Aussenwaenden, alte Doppelglasfenster, keine Heizung im Hausflur. quote]


Hallo das Thema würde mich auch mal interressieren.
Wir wohnen mit 2 Personen in einer 64m2 Dachgeschoßwohnung
Einteilung: 3 Zimmer + Bad und küche.

Im moment stehen unsere Heizungen auf stufe 3-4 und haben trotzdem nur etwa 18-19° in der Wohnung. Habe in allen Räumen Funk-Thermometer hängen.
Als ich im Sommer meine Sat-Schüssel anders angebracht habe Bohrte ich ein Loch durch die Wand um die Kabel zu verlegen. Als ich die Dachziegel wegnahm mußte ich feststellen das dort nichts an Isolierung ist. Keine Folie, keine Dämmung nur Mauer.

Unsere Zimmerdecken sind aus gipsplatten und dahinter hohl was ich beim anbringen einer Lampe festgestellt habe. Uber uns ist noch ein Dachboden.

Die Wände (Dachschrägen) sind im Winter immer saukalt.
Also zumindest weis ich wohin unsere Heizkosten verschwinden.

Gibt es nicht irgendwelche auflagen die ein vermieter erfüllen muß ?

Gibt es irgend etwas was wir tun können - außer auszuziehen ?
Habe hinter den Heizungen bereits eine Alu/Styropor platte hängen.

Grüße
Striker

Susanne Experte!

In Wohnungen müssen durch Heizen Mindesttemperaturen von tagsüber 20-22 Grad erreicht werden können. Ist das nicht der Fall, ist das ein Mangel und die Miete kann gemindert werden. Dies sollte aber immer mit einem Fachanwalt gemacht werden.
Offenbar wird aber in einem der Fälle die Heizleistung zwar erreicht, aber durch fehlende Isolierung jede Menge Heizenergie verpulvert. Inwiefern das ein Mangel darstellt (Umwelttechnisch ganz bestimmt), kann ich nicht sagen. Stellt sich doch eher die Frage, wie sinnvoll es ist, dort noch weiter zu wohnen. Selbst wenn der Vermieter hier investiert und nachträglich dämmt hätte das zur Folge, dass er das als Modernisierungkosten auf die Miete umlegen kann.

hkrklk

Hallo,

bei uns ist das sehr aehnlich...unsere Heizkoerper stehen auf 4 und wir bekommen es einigermassen warm, aber der Verbrauch ist natuerlich extrem hoch. Problem ist, dass der Dachboden nicht isoliert ist (Waermedaemmplatten lose aufgelegt wuerden schon Abhilfe leisten) und im Flur nahezu Aussentemperatur herrscht.

Gibt es nicht irgendwelche auflagen die ein vermieter erfüllen muß ?


Das wuerde uns auch mal interessieren...lohnt es sich einen Gutachter zu Rate zu ziehen...oder ist es vielleicht doch besser, auszuziehen....wenn man einen Fachanwalt aufsucht, gibt es eine Chance ?


ich meine, dass der Vermieter dafuer sorgen muss, dasa die Wohnung gewisse Standards erfuellt, eben schon aus Umweltgruenden...

Gruesse

Susanne Experte!

Ja sicher, aber dann kommt es auf das Baujahr an und die zu dem Zeitpunkt geltenden Bauvorschriften.
Das gehört dann nicht mehr zum Mietrecht, da kann ich nicht weiterhelfen.

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