gefragt von administrator am 30.11.1999
Modernisierung
Hallo,heute waren architekten in unserem haus und haben die wohnungen vermessen, diese waren ganz erschrocken als sie erfuhren, d. wir nichts von einer bevorstehenden Sanierung (im Juni schon)wussten. mir ist klar, d. der vermieter mir drei monate vorher bescheid geben muss...vorher kann er nichts machen. aber was ist, wenn er doch einfach mit den arbeiten beginnt? das haus ist sehr alt und bedarf einer kompletten sanierung. wir haben sogar noch ofenheizung und zahlen daher nur 100€ miete..., was mir als studentin recht kommt. wir werden wohl eine übergangswohnung bekommen. wieviel miete müssen wir dann dort zahlen? ich kann mir keine hohen mietkosten leisten!was kann ich tun?meine mitbewohner über uns haben einen befristeten mietvertrag bis februar, d. heißt ja für die, d. dieser garnicht eingehalten werden kann. zu all dem kommt noch, dass ich gerade an meiner diplomarbeit schreibe und für einen umzug bzw. für baulichen lärm keine zeit und keine nerven habe. ich habe immerhin noch zeitlichen druck im nacken. bitte helft mir weiter. lieben grussjackie [b:4c2e2][/b:4c2e2]
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antwort von Teddyknuddel am
Hi Jackie,also, selbst WENN der Vermieter es angekündigt hätte - so muss er Dir für die Zeit eine andere, nicht minderwertigere Bleibe zur Verfügung stellen. Wenn diese 400 Euro kosten würde, so würdest Du trotzdem nur die 100 Euro bezahlen, die Du schon bezahlst. Den Rest muß der Vermieter selber drauflegen.
Es kann nur zum Vorteil sein, dass er es Dir nicht angekündigt hat. Somit muß Du Dich um nichts kümmern. Jetzt muß der Herr Dir eine angemessene Bleibe suchen, den Umzug bezahlen (also eine Umzugsfirma, die alles erledigt), und die Rückführung natürlich auch wieder.
Für den anderen Mieter giltet das Gleiche. Er muß ihm eine entsprechend andere Bleibe besorgen. Auch sein Vorteil. So kann dieser sich gleich eine neue Wohnung suchen lassen, und sich die, mit einem Umzug verbundenen Kosten und Arbeit, sparen.
Lass Dich dann bei der Mieterhöhung (die mit Sicherheit durch Verbesserungsarbeit kommen wird) nicht übers Ohr hauen - er darf dann nicht 100% oder wieviel draufschlagen, es geht nur ein bestimmter Prozentsatz in bestimmten Zeitabständen.
Ich denke, Du hast mit dem Versäumnis Deines Vermieters einen sehr guten Deal gemacht. Geht der Vermieter nicht auf Deine Forderungen ein, so wende Dich an den nächsten Mieterschutzbund. Kostet Dich, je nach Region, evtl. jährlich 70 Euro, und hilft Dir dann, Unstimmigkeiten mit dem Vermieter zu klären - aber machen keine anwaltschaftlichen Tätigkeiten, die bei einem Prozess notwendig sind.
antwort von administrator am
