gefragt von administrator am 30.11.1999
Fristlose Kündigung
Hallo,folgendes Problem: seit ca. einem Jahr riecht es im Kellbereich sehr stark nach Oel. Wird die Wohnungstuer geoeffnet ist der Geruch auch im Wohnbereich vorhanden.
Grund: Vermieter wollte irgendeine Messleiste in den uralten Tank einfuehren. Dies funktionierte nur mit Hammergewalt. Durch diese Maßnahmen wurde ein Ventil undicht, so dass ca. 1/2 Jahr lang Oel auslief.
Ich bin Selbständig und habe in unserem Kellerraum mein Lager und arbeite auch tagsüber im Kellerbereich.
Ca. einen Monat nach seiner Hammerattacke war es nicht mehr auszuhalten und ich bekam einen anderen Kelleraum (mein alter war direkt am Tankeingang). Es trat zwar eine Verbesserung ein (Geruch), aber sobald ich nur 5 Minuten im Keller bin riechen meine kompl. Kleider nach Öl.
Der Vermieter wurde schon mehrfach auf den Mangel hingewiesen. Da er aber nie eine Firma bestellt sondern alles selbst macht (mehr schlecht als recht s.o. Hammerschlaege) hat er dann mehrfach irgend ein Granulat draufgestreut. Und sagt es haette sich ja gebessert, was auch kurzfristig dann so war.
Vor ca. 1,5 Monaten konnten wir den Zustand nicht mehr mit ansehen und informierten das Landesamt für Umweltschutz und das Landesamt für Wasserschutz (wir wohnen in einem Wasserschutzgebiet). Diese kamen umgehend vorbei und schlugen die Hände über dem Kopf zusammen.
Die Wände sind voll Öl und auf mehren Kellerräumen sind riesige Ölteppiche. Mein Mieter sagte, es sei erst seit 14 Tagen so.
Er bekam Auflagen und soll bis Ende April alles entsorgt haben und auf Gas umstellen.
Es passierte dann mal wieder eine Woche nichts. Nach heftigem Nachfragen, wann denn was passieren würde kam endlich der Schwiegervater des Vermieters und riss 2 Mauern ab , die auch als Sondermüll entsorgt wurden (Oh Wunder). Das Holz an den Wänden wurde auch aberissen.
Das kontamimierte Holz lagert nun seit dem in unserem Hof was natürlich einen wunderbaren Geruch verbreitet (nach Aussage Vermieter kan man dass ja im Garten verbrennen).
Durch den Abriss der Mauer ist der Ölgeruch nun noch stärker geworden, so dass wir uns jetzt entschlossen haben, umzuziehen.
Es sei noch erwähnt, dass seit dem Abriss der Mauern wieder 3 Wochen vergangen sind und der Vermieter bei einer Nachfrage von uns gesagt hat: Ich habe ja Zeit bis Ende April. So lange wird wohl nichts mehr passieren.
Letzte Woche arbeitete ich wieder im Keller und plötzlich würde mir extrem Übel, seit dem kann ich den Ölgeruch nicht mehr riechen und am würde am liebsten...
Unglaubliche Geschichte oder?
Nun zu meiner Frage: Ist bei so einem Zustand eine fristlose Kündigung gerechtfertigt?
Was habe ich für Möglichkeiten um meinen Vermieter (die Umweltsau, das ölgetränkte Granulat wandert natürlich in die Mülltonne) anzuzeigen?
Ich hoffe ich kann kündigen, denn 3 Monate halte ich das nicht mehr aus.
Danke für Eure Hilfe
Swen
Antworten
antwort von administrator am
Hallo,[u:130aa][i:130aa][b:130aa]wow ist ja echt der Hammer...[/b:130aa][/i:130aa][/u:130aa]
Also wenn Du es echt durchziehen willst solltest Du umgehend zur [b:130aa]Polizei [/b:130aa]gehen und eine Anzeige wg. illegaler Sondermüllentsorgung machen.
Ferner würde ich Euren [b:130aa]Abfallentsorger[/b:130aa] (nicht gerade die Müllmänner vor Ort) von der Sachlage in Kenntnis setzen, diese stehen meist in engem Kontakt mit der zuständigen[b:130aa] Abfallbehörde.[/b:130aa]Was die Lagerhaltung des kontaminierten Materials betrifft, auch dort gibt es eindeutige Verfahrensweisen der zuständigen Behörde.
Also [b:130aa]umgehend [/b:130aa]das zuständige Landesamt informieren, die werden sich sicherlich über die nun [u:130aa]akute Umweltgefährdung [/u:130aa][b:130aa]"freuen". [/b:130aa]Seine Frist vom April kann er auf jeden Fall vergessen.
Wenn Dir permanent durch den Geruch übel wird, ist eine Anzeige beim [u:130aa]Gesundheitsamt[/u:130aa] erst recht angebracht.
[b:130aa]Ich denke unter diesen Umständen ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt...[/b:130aa]
Auf jeden Fall hol Dir Hilfe bei einem Mieterbund oder bei einem Anwalt, damit das Ganze auch eine rechtliche Form bekommt.
Die werden Dich auch beraten was die Höhe der Mietminderung betrifft (über die Du ja sicherlich auch schon nachgedacht hast)
Also, ran an den Speck!
