Wenn sich der Klebstoff durch chemische oder physikalische Vorgänge verfestigt, bezeichnet man das als Abbinden. Die physikalische Abbindung von Klebstoffen erfolgt, indem das Lösemittel, in welchem die Klebstoff gelöst sind, verdunstet (beispielsweise bei Kontaktklebstoffen wie UHU Alleskleber Kraft oder Nassklebstoffen wie UHU Alleskleber der Fall) oder indem ein im Voraus erhitzter und somit verflüssigter Klebstoff erkaltet bzw. erstarrt. Wenn der Klebstoff von der flüssigen in die feste Form übergeht, verbindet er zwei Fügeteile. Dies geschieht gemäß den Wirkprinzipien von Adhäsion und Kohäsion. Von einer chemischen Abbindung spricht wenn, wenn die Bestandteile Binder und Härte sich vermischen und dadurch zu hochmolekularen Polymeren werden. Dabei entsteht ein neuer Kunststoff, welcher die Klebeschicht zwischen den Fügeteilen bildet. Mit dem Begriff „Abbindezeite“ wird die Zeitspanne bezeichnet, die die Klebung nachdem sie zusammengefügt wurde benötigt, um eine ausreichende Festigkeit für die gewünschte Beanspruchung zu erlangen. Unter Abbindezeit versteht man außerdem auch die Zeit, innerhalb derer der Mörtel aushärtet oder eine chemische Reaktion beendet ist. Im Falle von Injektionsverankerungen richtet sich diese Zeit danach, wie das Harz zusammengesetzt und wie hoch die Temperatur des Verankerungsgrundes ist.