Außenanstriche dienen auf der einen Seite der farblichen Gestaltung des Hauses, zum anderen dient es auch zum Schutz und zur Erhaltung der Gebäude und der Außenfassade.
Die Farbgestaltung und auch die Möglichkeiten, wo man farbliche Akzente setzt, kann man frei wählen. Man kann die ganze Fassade in einem einheitlichen Ton verputzen bzw. nach dem verputzen streichen. Oder man kann die Faschen, wenn man welche um die Fenster und die Türen gezogen hat, farblichen gegen den Rest des Hauses absetzten. Man sollte sich aber auch bei der Farbgestaltung etwas an den Häusern der Nachbarn orientieren. Auch die Farbe der Fenster, der Türen, die Dachüberstände, das Dach und die anderen außen am Haus befindlichen Teile sollten in die Farbauswahl mit eingeschlossen werden. Sonst hat man nachher ein buntes Haus und nach einem Jahr fängt man an wieder alles neu zu machen, weil man sich an den vielen Farben satt gesehen hat.
Der Sockel, der sich am Boden befindet, sollte dunkler sein als die darüber befindliche Fassade. Zudem sollte er extra nochmals feuchtigkeitsgeschützt werden, da er gegen die Feuchtigkeit aus dem Boden oder gegen das Spritzwasser von Regen ungeschützt ist. Auch sollte man vielleicht darauf achten, dass man den Sockel bzw. die Farbe und den Putz von Zeit zu Zeit abwaschen kann. Sonst wirkt er nach einiger Zeit schmutzig. Man muss darauf achten, dass die Farbe für den Außenanstrich beständig ist gegen Wasser bzw. Feuchtigkeit, UV- Strahlung, Verschmutzung und mechanische Einflüsse, wie zum Beispiel Kratzer oder Stößen.
Möchte man auf einen bestehenden Putz eine neue Farbe auftragen, muss man den Putz vorher auf Risse untersuchen. Durch diese Risse können Wasser und Feuchtigkeit eindringen und dies kann, wenn dieser Zustand lange anhält, zur Ablösung von Tapeten und zur Schimmelbildung in der Wohnung kommen. Diese Putzmängel sollte vorher von einem Fachmann entfernt werden.
Auf jeden Fall sollte man, wenn man Wände streichen möchte, vorher eine Grundierung auftragen, die verhindern soll, dass zu viel Feuchtigkeit bzw. Farbe in die Wand einzieht. Danach kann man ohne bedenken streichen.
Besonders in Großstädten, die ein Problem mit den Graffitis haben, die immer auf die Häuser gesprüht werden, ist die Abwaschbarkeit von Farbe und Fassade sehr wichtig. Es gibt mittlerweile Fassadenfarbe, je man abwaschen kann. Man kann auch ohne größere Probleme die Farbe von Graffitis abwaschen, ohne dass Spuren davon zurückbleiben. Allerdings braucht man hierfür einen leistungsstarken Hochdruckreiniger und etwas Übung, damit man nicht den ganzen Putz von der Wand spült. Man sollte dies vielleicht einem Fachmann überlassen, falls Risse im Putz entstehen.