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Gast Experte! hat diese Frage gestellt
Hi @all, weiss gar nicht so genau, wie ich beginnen soll! Bin Mieter bei einer grösseren Gesellschaft, die jetzt hier im Umkreis mehrere Objekte renoviert hat und noch vor hat zu renovieren. Dieses Jahr ist der Häuserblock in der Nachbarstrasse an der Reihe und da die Wohnungen gleich geschnitten sind wie in unserem Block, weiss ich schon, was nächstes Jahr auf mich zukommen wird.

Die Häuser von aussen zu renovieren wurde auch mächtig Zeit, aber jetzt sollen auch noch die Wohnungen, obwohl vermietet, komplett saniert werden. Was bedeutet die Bäder werden rausgerissen = Tage kein fliessendes Wasser, nur Container und Dixiklo im Garten. Die Toiletten sind extra in den Wohnungen, hinten dran mit Öffnung zur Küche eine Speisekammer. Diese Wand soll auch rausgerissen werden um das Bad zu vergrössern. Ich will die Toilette nicht im Bad, das fand ich grad so toll an dieser Wohnung und wo bewahr ich in Zukunft meine Vorräte u.ä. auf, wenn die Speisekammer wegfällt? Dabei sind die Bäder sowieso gross genug.

Das ist noch nicht alles, ich und die meisten anderen Mieter heizen mit Gas, haben auch einen Gasherd zum kochen. Gas kommt weg, es sollen Etagenheizungen angebracht werden. Die Mieter müssen sich einen neuen Herd kaufen, 200 Euro werden dazu gezahlt. Das ich nicht lache, was sind 200 Euro, für einen anständigen Elektroherd. Wo wir bei den elektrischen Hauptleitungen sind, die alle erneuert werden, da sie hoffnungslos veraltet sind.

Im Normalfall kommen Heizkörper ja unter das Fenster. Meine Einbauküche ist natürlich nach der alten Heizmethode eingebaut worden, ich habe einen Gasheizherd, und Schränke unter dem Fenster. Wollen die meine Küche jetzt auch zersäbeln, oder was?

Im Wohnzimmer steht meine Sitzgarnitur unter dem Fenster. Unmöglich, die Möbel anders zu stellen, da ja auch hier nach der alten Heizmethode eingerichtet wurde.

Ich hab jetzt schon einen Horror und kann manchmal stundenlang an gar nichts anderes denken, als "was wird da auf mich zu kommen?!"

Fazit dieser leidlichen Angelegenheit: monatelanger Krach und Dreck. Die halbe Wohnung wird zerlegt...zwar kürzt der Vermieter für die Zeit der Renovierung die Miete doch ich frag mich in wie fern es zumutbar bzw. überhaupt zulässig ist einen Mieter solcher Tortur auszusetzen? Einige Mieter sind schon ausgezogen, in den Mieterbund eingetreten oder haben schon einen Anwalt eingeschaltet.

Die Miete wird als Dank auch noch bis zu 150 Euro erhöht!!!!!!!

Wo ist denn die Grenze des Zumutbaren??? Kann man sich gegen die "Terrorsarnierung" wehren?
Stichwörter: vermieter + renovierungumbau

1 Kommentar zu „Renovierung/Umbau durch Vermieter”

Rano Experte!

Nach längerem Grübeln fiel mir nun ein erster Ansatz für einen berechtigten Widerspruch ein:

Durch die Herausnahme von Wänden und Änderung des Grundrisses, würde sich die Wohnung, welche ja Vertragsgegenstand[/b:b2e79] ist, signifikant zu Deinem (subjektiven) Nachteil verändern. Dem kannst Du natürlich widersprechen, da Bestandteile dieses Vertrages nur in beiderseitigem Einvernehmen geändert werden dürfen.
Ganz einfach wird's wenn die Wohnung im MV dahingehend beschrieben ist, dass die Räume (Speiskammer, sep. Klo) separat aufgeführt wurden.

Weiterhin hast Du die Wohnung MIT Gasanschluß gemietet, der VM hat dafür Rechnung zu tragen, daß sich die Wohnung während der gesamten Mietdauer im vertragsgemäßen Zustand befindet.
Sollte der Gasanschluß also plötzlich drucklos werden, ist dies -mit den bekannten Konsequenzen- nicht mehr gegeben.
Dazu der Gedanke: Wenn es Gasetagenheizungen geben wird, führen die Gasrohre ja ohnehin bis auf Eure Etage.

Zur Heizung in der Küche:
Mach doch von Dir aus den Vorschlag, dass die Küche weggeräumt wird und die Rohre verlegt werden. Danach wird die Küche wie gehabt wieder aufgestellt und der VM kann den Heizkörper installieren, wenn Du mal ausziehst. Zwei aus der Wand kommende Stutzen sollten es erlauben, die Küche wieder aufzustellen.

Gruß
Ralph

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