Jedes Land hat beim Immobilieerwerb eigene regeln und Gepflogenheiten, die es zu beachten gilt. Hier: Frankreich. Allgemein ist die Maklertätigkeit hier durch strenge Vorschriften geregelt. Ein Studium von Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften oder vier bis zehn Jahre Branchenpraxis sind hier erforderlich. Optimal wäre es, wenn Ihr Makler Mitglied beim Maklerverbandes FNAIM (Féderation Nationale des Agents immobiliers et Mandataires en vente de fonds de commerce) ist.
Über die Höhe der Provision wird hier verhandelt, sie beträgt aber in der Regel 7 bis 8 % des Preises zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
Objekte und Makler finden Sie hier in Zeitungen. Auch im Immobilienteil überregionaler Tageszeitungen in Deutschland finden Sie Angebote von Auslandsobjekten.
Informationen über Bauvorschriften, Bebauungspläne, sowie aktuelle Grundstückspreise können Sie bei den Rathäusern in Frankreich erhalten.
Im Gegensatz zu Deutschland haben Notare in Frankreich verschiedene Funktionen.
So obliegt ihnen neben der notariellen Beurkundung von Kaufverträgen auch eine Beratung in Immobilien- und Vermögensangelegenheiten sowie die Vermittlung von Immobiliengeschäften. Auch Nachlassangelegenheiten können hier geregelt werden.
Französische Notare verfügen über umfangreiche Kenntnisse des Immobilienmarktes. Sie können Ihnen deshalb nicht nur bei der Vermittlung sondern ebenso bei der Ausarbeitung des Kaufvertrags behilflich sein.
Hierfür fallen entsprechend dem Immobiliemakler Gebühren an.
Bei Bauland oder Gebäuden die älter als 5 Jahre sind und den Besitzer erstmals wechseln werden 19,6 Prozent Mehrwertsteuer (TVA) erhoben. Dies ist jedoch oft schon im Kaufpreis enthalten.
Gebrauchte Immobilien bringen Nebenkosten, wie zum Beispiel Departementsteuer (taxe départementale) von 3,6 Prozent, Gemeindesteuer (taxe communale) mit 1,2 Prozent und Grundbuchkosten von 0,1 Prozent des Kaufpreises mit sich.